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Neue Trainer setzen auf Teamgeist

Erstellt von Wolf-Rüdiger Saathoff ON-Digital v. 09.06.2017 | |   Verein

Bastian Wehmeyer und Jörg Schmeding wollen die Handballer des OHV Aurich II nach vorne bringen

Aurich. Jörg Schmeding und Bastian Wehmeyer trainieren zukünftig die zweite Garnitur des OHV Aurich. Die ehemaligen Handballspieler treten die Nachfolge von Sergej Toma an, der sich um die männliche B-Jugend kümmert. Als Betreuer ist weiterhin Ulfert Dallüge an Bord. Diese Personalien nannte der OHV-Vorsitzende Ulrich Mittelstädt am Donnerstag während eines Pressegesprächs in der Geschäftsstelle.

 

Nach der Katastrophensaison, die der OHV II in der Landesklasse Nord als Drittletzter abschloss und bis zum Schluss um den Ligaverbleib zittern musste, sahen die Verantwortlichen Handlungsbedarf.

 

Größter Schwachpunkt sei der kleine Kader gewesen, betonte Wehmeyer. Darunter litt auch das Training. Häufig seien nicht mehr als fünf oder sechs Spieler anwesend gewesen. Zu wenig, um ordentlich zu trainieren, befand Schmeding. Dazu gesellte sich eine auffällige Auswärtsschwäche.

 

Das neue Trainerduo will an diesen Schrauben drehen, um die Mannschaft in eine bessere Zukunft zu führen. Zum einen gehen die Trainer mit einem deutlich größeren Kader auf Punktejagd. Die Mannschaft besteht aus 15 Spielern. Darunter befinden sich fünf Akteure vom VfB Münkeboe, der seine Mannschaft abgemeldet hat.

 

„Wir können jetzt aus dem Vollen schöpfen“, sagte Wehmeyer. Er wird nicht nur mit Schmeding das Training leiten, sondern auch als Spieler eingreifen. Mit 39 Jahren sei er zwar ein Oldie, aber noch nicht der älteste in der Mannschaft, bekannte Wehmeyer. Zwei Zugänge aus Münkeboe sind nach Ansicht von Betreuer Dallüge noch älter.

 

Den Altersdurchschnitt senken die A-Jugendlichen des Auricher Handball-Vereins, die zukünftig ihre Erfahrungen im Herrenbereich machen sollen. Dazu wird zukünftig wohl der eine oder andere Herrenspieler aus der Ersten kommen, der meistens auf der Ersatzbank saß oder nach einer Verletzungspause bei der Zweiten wieder zu Einsatzzeiten kommen soll.

 

Als Abgänge stehen bisher mit Dennis Pahl und Tim Arends zwei Spieler fest.

 

Unterm Strich ist der Kader nach Ansicht von Schmeding breiter als in der Saison zuvor aufgestellt. Die beiden Trainer wollen die Euphorie im Team wecken. Davon war zuvor nicht viel zu sehen. Der kleine Kader führte zu reichlich Frust bei den Spielern, die nicht selten mit einem Minikader auf Reisen gingen und sich Niederlagen in Serie einfingen. Kein Wunder, dass die Punktausbeute in fremden Hallen reichlich bescheiden ausfiel. Auch daran will das Trainerduo arbeiten. Die Auswärtsquote soll verbessert werden, fordern sie.

 

Meistens dient die zweite Mannschaft als Unterbau für die erste Formation. Davon wollen die beiden Trainer im ersten Jahr nichts wissen. Der OHV I spielt in der 3. Liga, die zweite Mannschaft geht drei Klassen tiefer in der Landesklasse auf Torejagd.

 

Beide Trainer sagen übereinstimmend: „Wir wollen wieder mit der Mannschaft Spaß am Handballspielen haben und als Team auftreten.“

 

Platzierungsziele gibt es für die neue Saison noch nicht. Nur eine Vorgabe steht im Raum: Dem Tabellenkeller möglichst fern bleiben.

 

Trainer und Mannschaft absolvieren gegenwärtig Sportabende, wo sich die Akteure mit Handball, Basketball oder Fußball näher kennenlernen.

 

Schmeding und Wehmeyer stimmen sich aktuell ab, wie sie mit der Mannschaft taktisch spielen wollen. Die Abstimmungsprozesse laufen noch, bevor dann mit der Vorbereitung auf die neue Saison begonnen wird. Das erste Punktspiel wird am ersten September-Wochenende ausgetragen. Eine Saison, die nach Ansicht der Verantwortlichen besser verlaufen wird, als das unangenehme Zittern um den Klassenverbleib bis zum letzten Spieltag hin zuvor.

Spielertrainer Bastian Wehmeyer (von links), Betreuer Ulfert Dallüge und Trainer Jörg Schmeding wollen den OHV II nach vorne bringen. Foto: Saathoff