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Stadtderby ist klare Sache

Erstellt von Silke Meyer, ON-Digital vom 04.10.2017 | |   Verein

OHV Aurich II unterliegt in der Handball-Landesklasse dem favorisierten MTV klar mit 29:44

Aurich. Das Auricher Stadtderby in der Handball-Landesklasse der Männer zwischen dem OHV II und dem MTV ist eine klare Sache gewesen. Mit dem MTV setzte sich die favorisierte Mannschaft deutlich mit 44:29 Toren durch.

 

Entsprechend enttäuscht war OHV-Trainer Jörg Schmeding. Nicht, dass er einen Sieg seiner Mannschaft erwartet hätte. Aber er hatte auf eine weniger deutliche Niederlage gehofft. 29 geworfene Tore waren für ihn noch in Ordnung, 44 kassierte Treffer aber entschieden zu viele.

 

Der OHV hatte sich für das Derby mit Nils Goepel aus dem Drittligateam verstärkt. Und auch Jannik Dallügge, der zuletzt zum Kader der Ersten gehörte, war mit dabei. Dennoch gab es für den OHV wenig zu holen. „Anfangs lief es noch ganz gut“, sagte Schmeding. Entsprechend sprach sein MTV-Trainerkollege Patrick Tulikowski von einem zähen Beginn seiner Mannschaft: „Wir hatten keine optimale Vorbereitung auf die Partie.“ Vier Spieler seines Teams waren unter der Woche mit der Schule auf Kursfahrt.

 

Bis zur siebten Minute, bis zum 3:4, war der OHV dran. „Da hat alles noch gut geklappt, was wir uns vorgenommen hatten“, so Schmeding. Anschließend aber verfielen seine Spieler wieder in die Fehler, die sie in den bisherigen Saisonspielen bereits gemacht hatten. Sie schließen ihre Angriffe zu überhastet ab und laden den Gegner zu Gegenstößen ein. Gegen den MTV fingen sie sich so insgesamt 13 Tore ein. „Und das ist eindeutig zu viel“, so der OHV-Trainer.

 

In der zwölften Minute lag der OHV bereits 3:9 zurück, zur Halbzeit 13:22. Ausschlaggebend für den Spielverlauf war für Schmeding aber nicht nur die Leistung im Angriff, sondern auch die der Abwehr. Seine Mannschaft habe das Zusammenspiel von Steffen Eilers im MTV-Rückraum mit Kreisläufer Jannik Neumann nicht in den Griff bekommen.

 

Obwohl der MTV zur Halbzeit klar führte, war sich Tulikowski zu dem Zeitpunkt nicht sicher, dass seine Mannschaft das Spiel auch gewinnen würde. Erinnerungen an das Derby der Vorsaison wurden wach. „Da hatten wir zur Halbzeit auch so deutlich geführt. Und dann wurde es noch knapp“, so Tulikowski. Diesmal nicht.

 

Schmeding hatte seine Abwehr für den zweiten Spielabschnitt zwar geändert und ein bisschen offensiver eingestellt. Maßgabe im Angriff war, geduldiger zu spielen. Der Erfolg war jedoch nur von kurzer Dauer.

 

In den ersten zehn Minuten nach Wiederbeginn machte der MTV alles klar. Er führte 30:16.

 

„Der Gegner ist in die Nahtstellen gegangen und hat auf die Lücken gewartet. Und wir spielen den Ball im Angriff ohne Druck“, so Schmeding. Daraus 

resultierten am Ende 23 Fehlwürfe. Von allen Positionen.

Immer wieder boten sich den Spielern des MTV Aurich (mit Ball Jannik Tuinmann) Lücken in der Abwehr des OHV II, die sie nutzten. Foto: Vortanz