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Höhepunkte zum Saisonfinale

Erstellt von Silke Meyer, ON-Digital vom 04.04.17 | |   Verein

Alle Hände für eine Aktion: Die Abwehr der SG HC Bremen/Hastedt konnte aber nicht verhindern, dass OHV-Spieler Kai Mark Toma mit einem Freiwurf, der nach dem Halbzeitpfiff ausgeführt werden musste, zum 8:8-Pausenstand traf. Auch am Ende stand es unentschieden. Es war die Auftaktpartie der Auricher C-Jugend, die am Wochenende in der Auricher Sparkassen-Arena um die Landesmeisterschaft spielte.

OHV-Nachwuchs mischt mit einer starken Leistung bei der Niedersachsenmeisterschaft der C-Jugend im Kreis der Besten mit

Aurich. Die Niedersachsenmeisterschaft der C-Jugend-Handballer wurde zu dem Ereignis, wie es sich der OHV Aurich als Ausrichter erhofft hatte: zum sportlichen Höhepunkt der Saison. Dass die eigene Mannschaft unter den Augen von Frank Carstens, dem Trainer des Bundesligisten TSV GWD Minden, das zweitägige Turnier auf Platz drei beendete, passte dazu. OHV-Trainer Jan Reshöft jedenfalls war stolz auf die Leistung seines Teams.

„Die Mannschaft hat sich klasse entwickelt. Sie ist wirklich eine toll funktionierende Gruppe“, sagte der ehemalige OHV-Spieler und Trainer Carstens. Von 2003 bis 2006 hat er für den OHV in der 2. Bundesliga gespielt und die Mannschaft im Jahr danach trainiert. Kontakte in seine damalige sportliche Heimat bestehen bis heute. Immer mal wieder trainiert die derzeitige C-Jugend unter ihm. So auch am Wochenende vor dem Landesfinale. Carstens legte den Schwerpunkt auf die Abwehrarbeit.

Die Auricher Nachwuchsspieler bestätigten beim Turnier die positiven Eindrücke, die Carstens von ihnen gewonnen hat.

Zum Auftakt bekamen es die Auricher mit der SG HC Bremen/Hastedt zu tun. Es war das Aufeinandertreffen der in der Nordstaffel der Oberliga zweitplatzierten Auricher mit dem Ersten. Es entwickelte sich ein Spiel auf hohem Niveau. Wie überhaupt beim gesamten Turnier beeindruckender Handball geboten wurde.

Die Auricher schienen das Spiel gegen die SG bereits verloren zu haben, als sie 11:12 zurücklagen und Kai-Mark Toma eine Zeitstrafe kassierte. Doch in Unterzahl gelang zunächst Renke Steen der Ausgleich und Falk Siebrecht dann sogar der Führungstreffer zum 13:12. Am Ende stand es 13:13. Für den Fall, dass am Ende des Turniers der direkte Vergleich entscheiden musste, wurde vorsorglich ein Siebenmeterwerfen durchgeführt. Das entschieden die Bremer für sich.

Das Spiel wurde in der Tabelle zwar unentschieden gewertet. Dennoch waren die Auricher Spieler enttäuscht. Ob es mit daran lag, dass sie gegen den TV Bissendorf-Holte ihr zweites Spiel verloren? 13:17 stand es am Ende. „Wir haben einfach zu viele Fehler gemacht“, sagte Reshöft.

Sorgen, dass seine Mannschaft ihr Potenzial im dritten Spiel nicht mehr würde abrufen können, waren jedoch unbegründet. Die präsentierte sich gegen die TSV Burgdorf, die mit null Minuspunkten Platz eins in der Südstaffel belegt hatte, ganz stark. Und auch in diesem Spiel bewiesen die Auricher, dass sie mit kritischen Situationen gut umgehen können. Sie hatten 13:11 geführt, dann drei Tore zum 13:14 kassiert, in dieser Phase einen Siebenmeter verworfen und dann durch Andreas Rohden zum 14:14 ausgeglichen. Das war auch der Endstand.

Das Fazit von Reshöft nach dem ersten Turniertag fiel entsprechend positiv aus: „Wir hatten es in der Hand, beide Spiele gegen die Spitzenteams der Staffeln zu gewinnen.“ Allein das konnte sich sehen lassen. Die Fans, die auf der Tribüne auf der Tribüne in der Sparkassen-Arena mächtig Stimmung machten, trugen ein übriges dazu bei.

Die spannende Frage für Reshöft war, wie würde seine Mannschaft in den zweiten Turniertag starten, wenn sie um neun Uhr gegen den VfL Fredenbeck antreten muss. Mit der Ansage, das Spiel positiv zu beenden, machten sich die Auricher an die Aufgabe. Sie siegten 19:17, nachdem sie zur Halbzeit 9:10 zurückgelegen hatten.

Und auch im fünften und letzten Spiel ließen die Auricher nicht locker. Sie gewannen gegen den Handballverein Lüneburg 18:8. „Einfach toll“, sagte Reshöft.

Im letzten Spiel des Turniers, das nach dem Modus jeder gegen jeden ausgetragen wurde, kam es dann zu einem echten Finale zwischen der SG HC Bremen/Hastedt und der TSV Burgdorf. Der Sieger war Landesmeister. Es war der krönende Abschluss eines Turniers mit vielen hochklassigen und spannenden Spielen. Die Burgdorfer siegten in letzter Sekunde mit 13:12, nachdem sie bereits 6:10 zurückgelegen hatten. „Die Leistungsdichte war enorm“, sagte Reshöft.

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Zum Auftakt zeigten die Auricher (mit Ball Jan-Ole Lokers) gegen die SG HC Bremen/Hastedt eine starke Leistung und setzten sich immer wieder durch. Fotos: Wolfenberg
Alle Hände für eine Aktion: Die Abwehr der SG HC Bremen/Hastedt konnte aber nicht verhindern, dass OHV-Spieler Kai Mark Toma mit einem Freiwurf, der nach dem Halbzeitpfiff ausgeführt werden musste, zum 8:8-Pausenstand traf.
Frank Carstens, ehemaliger Spieler und Trainer des OHV und jetziger Bundesligacoach, war angetan von der Leistung der C-Jugend-Handballer.
Im Tor des OHV freute sich Hendrik tor Horst übererfolgreich abgeschlossene Angriffe seiner Mannschaftskollegen.
Auf der Tribüne machten die Auricher Fans ordentlich Stimmung.