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OHV-Spieler verletzt sich erneut

Erstellt von Silke Meyer, ON-Digital vom 09.02.2018 | |   1. Herren

Niklas Bachmann war gerade erst wieder fit und fällt im Auricher Team jetzt nicht nur für das Spiel gegen den Longericher SC aus

Aurich. Gerade hatte er sich wieder ins Team des Handball-Drittligisten OHV Aurich zurückgearbeitet. Jetzt das: Niklas Bachmann verletzte sich am Dienstagabend im Training so schwer an der Schulter, dass er nicht nur für das Spiel am Sonntag gegen den Longericher SC (17 Uhr, Sparkassen-Arena) ausfällt, sondern erneut langfristig. 

Es passierte bei einer Allerwelts-Aktion. Bachmann war in den Kreis eingelaufen, hatte zum Wurf angesetzt mit jenem schockierenden Ende. Der 20-Jährige wurde im Krankenhaus behandelt. Das Ergebnis der MRT-Untersuchung lag den OHV-Verantwortlichen am Donnerstag noch nicht vor. 

Im letzten Punktspiel der vergangenen Saison, am 6. Mai gegen den SV Beckdorf, hatte sich der Linkshänder bereits an derselben Schulter verletzt. Die wurde ihm damals im Krankenhaus wieder eingerenkt. Im Nachhinein ergaben die MRT-Aufnahmen einen Labrumabriss. Das Labrum stützt die Schulter indirekt. Es ist vergleichbar mit dem Meniskus im Knie. Bachmann wurde am 31. Mai in Bremen operiert und musste danach monatelang mit dem Handball pausieren. 

Nach intensiver Physiotherapie und Aufbauarbeit kam er am 12. November im Spiel gegen den VfL Gummersbach II erstmals wieder zum Einsatz. 

Mit dem erneuten verletzungsbedingten Ausfall eines Spielers schreibt der OHV die Geschichte einer verkorksten Saison fort. Dass sich die Mannschaft im Tabellenkeller dennoch nicht unterkriegen lässt, hat sie zuletzt in ihren beiden Heimspielen bewiesen. Sie gewann gegen Teams aus ihrem näheren Tabellenumfeld und verließ am Sonntag mit dem Sieg gegen den TV Korschenbroich erstmals nach Monaten sogar wieder die Abstiegszone. 

An diesem Sonntag treffen die Auricher auf einen Gegner anderen Formats als zuletzt. Der Longericher SC ist für den OHV als Tabellensechster außer Reichweite. Das hat was für sich und was nach sich. 

„Das ist eine komplette, sehr gute Mannschaft. Einfach unberechenbar“, sagt OHV-Trainer Arek Blacha. Entsprechend schwer ist die Aufgabe für die Auricher. Zumal sie künftig ohne Torben Lemke auskommen müssen. Er hatte in den Spielen im Januar ausgeholfen und jetzt noch gegen den TV Korschenbroich. Es war sein letztes Spiel für den OHV. Er machte damit sogar eins mehr als zunächst zugesagt. 

Ein Gutes könnte es für den OHV am Sonntag sein, dass er gegen den Longericher SC nicht, wie zuletzt, unter dem Druck des Gewinnen müssens steht. „Da war viel Nervosität mit im Spiel und mentale Unsicherheit. Es hat die Lockerheit gefehlt“, sagt Blacha im Rückblick. 

Gegen den Longericher SC können die Auricher nur positiv überraschen. Das haben sie bereits im Hinspiel getan, als sie bei den Kölnern mit 26:21 Toren gewannen. Das war nicht zu erwarten gewesen. Damals hatte OHV-Torwart Youri Denert maßgeblichen Anteil am Erfolg. Blacha erinnert sich noch, als wäre es jetzt erst gewesen: „Er hat sein Tor zugenagelt.“ Und SC-Trainer Christian Stark bilanzierte damals: „Wir haben den gegnerischen Torhüter regelrecht warmgeschossen und zum Spielentscheider gemacht.“ 

Für die Auricher ist die Partie gegen den Longericher SC das letzte Heimspiel für die nächsten fünf Wochen. Am kommenden Freitag müssen sie auswärts beim Leichlinger TV ran, haben dann zwei Wochenenden spielfrei und steigen mit einem Auswärtsspiel wieder in die Saison ein. Die Pause kommt Blacha nicht ungelegen. Er will sie zur Regeneration nutzen, damit die Spieler, die überwiegend im Dauereinsatz sind, Kräfte sammeln für das Saisonfinale. 

 

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Zu den ersten Spielen, die Niklas Bachmann nach monatelanger verletzungsbedingter Pause in dieser Saison für den OHV bestritt, gehörte das Ende November gegen den TuS Volmetal. Jetzt fällt der Linkshänder erneut lange aus. Foto: Wolfenberg