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Ein Ziel noch vor Augen

|   1. Herren Vorbericht

Auricher Drittliga-Handballer wollen sich im letzten Heimspiel der Saison gegen Beckdorf die Teilnahme am DHB-Pokal sichern

Aurich. Einmal noch: Dann ist die Saison 2016/17 für die Drittliga-Handballer des OHV Aurich zu Ende. Am letzten Spieltag, der einheitlich am Sonnabend um 19 Uhr ausgetragen wird, hat die Mannschaft von Trainer Arek Blacha Heimrecht. Gegner ist der SV Beckdorf, der als Absteiger feststeht. Aber von wegen, es geht in diesem Spiel um nichts mehr. Die Auricher wollen sich für die Teilnahme am DHB-Pokalwettbewerb qualifizieren. Dafür müssen sie ihren sechsten Tabellenplatz halten.

 

Weiter nach oben geht für den OHV nicht. Der fünftplatzierte VfL Potsdam ist sechs Punkte entfernt. Im Nacken sitzen den Aurichern aber die punktgleichen Mecklenburger Stiere Schwerin und die um einen Punkt schlechter platzierte SG Flensburg-Handewitt II. Gewinnen die Auricher gegen den SV Beckdorf, sind sie im Pokalwettbewerb dabei.

 

Für OHV-Trainer Arek Blacha wirft die letzte Partie einige Fragen auf. Nicht nur, dass es schwierig ist, einen Gegner zu analysieren, der bereits seit langem weiß, dass er absteigen muss. „Aber wie werden sich die Beckdorfer zum Abschluss präsentieren“? fragt sich Blacha. Sind sie stark genug, um die favorisierten Auricher zu ärgern? Sie planen bei sechs Spielerabgängen und dem Weggang von Trainer Rayco Rodriguez in der Oberliga einen Neuaufbau unter dem bisherigen Co-Trainer Steffen Aevermann.

 

Viel mehr beschäftigen Blacha die Unbekannten in seinem Team. Wie wird die Mannschaft die personellen Ausfälle kompensieren? Zu den Langzeitverletzten, auf die Blacha bereits ohnehin verzichten muss, kommt jetzt auch noch Karlo Oroz. Der Verdacht auf Mittelhandbruch, den er sich am vergangenen Sonntag im Spiel bei der HSG Nord Henstedt-Ulzburg zuzog, hat sich bestätigt. Oroz ist am Mittwoch operiert worden. Da es ein glatter Bruch war, hofft Blacha, dass Oroz nicht länger als drei Monate ausfällt. Hinter dem Einsatz von Kevin Wendlandt am Sonnabend steht wegen einer Bauchmuskelzerrung noch ein Fragezeichen. „So viele personellen Möglichkeiten bleiben dann nicht mehr“, sagt Blacha mit Blick auf seinen geschrumpften Kader.

 

Wie wird sich seine Mannschaft engagieren? Darüber muss er sich vermutlich die wenigsten Gedanken machen. Denn das Ziel DHB-Pokal vor Augen, sich mit einer ordentlichen Leistung von den Fans und von den Spielern, die den Verein verlassen, zu verabschieden und zudem für die verletzt fehlenden Spieler noch einmal alles zu geben, sind Anreize genug.

 

Im Anschluss an die Partie wird sich der Verein bei Renke de Buhr und Leif Brandt bedanken, die aufgrund der personellen Probleme in dieser Saison ausgeholfen haben, wird er Jannes Hertlein „halb“ verabschieden (er kehrt ja in der übernächsten Saison zurück zum OHV) sowie Torben Lemke, Frederick Lüpke und Milan Stancic verabschieden. Wie Teammanager Ewald Meyer mitteilte, wird Neuzugang Michael Schröder am Sonnabend unter den Zuschauern sein.

 

Auf das letzte Spiel folgt für die Auricher eine zweiwöchige Pause. Dann trainieren sie weiter, bevor es in die Sommerpause geht. Am 17. Juli starten sie dann mit der Vorbereitung auf die neue Saison.

Zum vorerst letzten Mal wird Jannes Hertlein am Sonnabend für die Mannschaft des OHV auflaufen. Foto: Wolfenberg