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Ärgerliche Niederlage

Erstellt von Silke Meyer, ON-Digital vom 08.05.2018 | |   Verein

OHV Aurich II belohnt sich gegen die HSG Emden am Ende nicht für Aufholjagd

OHV Aurich II belohnt sich gegen die HSG Emden am Ende nicht für Aufholjagd 

sm Aurich. Die Saison in der Handball-Landesklasse nicht als Tabellenletzter zu beenden: Mit diesem Ziel ist die Mannschaft des OHV Aurich II ins letzte Spiel gegangen. Es kam aber so, wie eigentlich nicht gewollt. Sie verlor gegen die HSG Emden mit 25:28 Toren. Und zugleich gewann das bisherige Schlusslicht, die HSG Blexer TB /SV Nordenham, gegen Eintracht Wiefelstede. Die HSG wird aber, wie langfristig angekündigt, ihre Mannschaft aus der Landesklasse zurückziehen. 

Jörg Schmeding, der die OHV-Mannschaft zusammen mit Bastian Wehmeyer trainiert, sprach anschließend von einer ärgerlichen Niederlage. Dabei hatten sich die Auricher für das letzte Spiel noch viel vorgenommen. Doch bereits in der 17. Minute lagen sie mit sechs Toren zurück (3:9). „Es fehlte so ziemlich alles“, sagte Schmeding. Die Spannung. Es wurde nicht geredet. Der Angriff spielte zu behäbig. 

Er reagierte mit einer Auszeit und hatte damit seine Mannschaft geweckt. Die verkürzte zwischenzeitlich den Rückstand, brachte sich aber um ein besseres Halbzeitergebnis, weil die Spieler in den letzten fünf Minuten im Angriff die falschen Entscheidungen trafen. Aus einem 8:11 war zur Pause ein 8:14 geworden. 

Für die Auricher war das kein Grund, die Köpfe hängen zu lassen. Im Gegenteil. Als Schmeding dann in der 40. Minute noch die Abwehr umstellte, war seine Mannschaft auf einem guten Weg, vielleicht doch noch überraschen zu können. Mit einer offensiveren Deckungsvariante, die Lukas Günsel übernahm, gelang es den Aurichern, die Kreise des Emder Rückraumspielers Nils Sikken zumindest einzuengen. 

Damit kamen die Emder nur schwer klar. Tim Arends erzielte in der 52. Minute den Ausgleich für den OHV II (22:22). Die Auricher belohnten sich am Ende jedoch nicht für die Aufholjagd. 

In der Schlussphase ließen sie drei hundertprozentige Torchancen aus. Zweimal vom Kreis, einmal aus dem Rückraum. Das bestraften die Emder mit drei schnellen Toren. „Wir haben in bestimmten Situationen nicht die Nerven behalten. Das zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison“, sagte Schmeding. Wie es jetzt sportlich weitergeht, muss sich in den nächsten Wochen zeigen. Zunächst einmal trainieren die Auricher in diesem Monat weiter. 

 

OHV Aurich II: Gräf; Frohloff, Thometschek (2 Tore), Wolff, Wehmeyer, Kleene (1), Maaß, Kok, Arends (8), Günsel (9/davon 2 Siebenmeter), Jo. Dallügge (2), Bargmann (1), Anders (2), Bokker. 

 

Trainer Jörg Schmeding sah seine Mannschaft lange Zeit auf einem guten Weg.