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Im Saisonfinale war mehr drin

Erstellt von Silke Meyer, ON-Digital vom 02.04.2019 | |   C1-Jugend

C-Jugend-Handballer des OHV brachten sich am ersten Turniertag der Niedersachsenmeisterschaft um besseres Ergebnis als Platz fünf

Oldenburg. Das Finale einer bis dahin top gelaufenen Saison in der Oberliga West ist für die C-Jugend-Handballer des OHV Aurich nicht ganz so ausgegangen wie erhofft. Am Ende des zweitägigen Turniers um die Niedersachsenmeisterschaft, das der TvdH Oldenburg ausrichtete, mussten sie sich im Kreis der sechs besten Teams mit Platz fünf zufrieden geben. Mehr wäre möglich gewesen. „Wir haben uns die Chance dafür aber am ersten Tag genommen“, sagte Jan Reshöft, der die Mannschaft zusammen mit Kevin Wendlandt trainiert. Landesmeister wurde die TSV Burgdorf.
Es war gleich das erste Spiel, das die Auricher reinriss. „Da haben wir es verbockt“, so Reshöft. Seine Mannschaft, Meister der West-Staffel, verlor gegen den zweitplatzierten Ligakonkurrenten SG HC Bremen/Hastedt 13:14. „Einige Spieler waren deutlich gehemmt“, so der OHV-Trainer. Er vermisste in seinem Team Emotion und Konzentration. Die Abwehr war keine feste Bank. Im Angriff ließen die Auricher viele Chancen liegen.
Die erste Halbzeit verlief von Anfang an bis zur Pause (8:8) mit wechselnden Ein-Tore-Führungen ausgeglichen. Ähnlich auch der zweite Spielabschnitt. Jedenfalls bis sechs Minuten vor Schluss. Nick Eggers verpasste nach einem gelungenen Spielzug das 11:10 für den OHV, als der Ball nach einem Aufsetzer über das Tor sprang. Stattdessen markierten die Bremer im Gegenzug über die linke Außenseite das 11:10 und setzten von der gleichen Position mit dem 12:10 noch einen drauf.
Reshöft reagierte auf den erstmaligen Zwei-Tore-Rückstand mit einer Auszeit. Aber seine Spieler zeigten Nerven. Simon Meinke, eigentlich ein sicherer Siebenmeterschütze, vergab den Strafwurf zum möglichen Anschlusstreffer. Die Bremer erhöhten mit dem dritten Treffer in Folge von der linken Außenseite auf 13:10.
Mit einer offenen Manndeckung waren die Auricher anschließend auf einem vielversprechenden Weg, die drohende Niederlage noch abzuwenden. Sie verkürzten auf 12:13 und steckten auch nach dem 12:14 nicht auf. Zunächst hatte Fabian Dörnath Pech mit einem Heber, der an die Latte ging. Eric Dannehl gelang dann aber mit einem erweiterten Gegenstoß gut eine Minute vor Schluss das 13:14. Die Chance zum Ausgleich machte den Aurichern der Bremer Torhüter zunichte, der einen Wurf von Dannehl parierte.
Gegen den TvdH Oldenburg funktionierte im zweiten Spiel im Team des OHV vieles besser. Heraus kam ein 21:16-Sieg. Der aber änderte nichts daran, dass die Auricher in einer schwierigen Situation waren. Gegen den Northeimer HC passte es in Angriff und Abwehr wieder nicht. Sie verloren 17:24.
Das Trainerteam arbeitete den ersten Turniertag am Abend in der Jugendherberge Bad Zwischenahn, wo die Auricher übernachteten, mit den Spielern auf. „Die Jungs haben sich damit auseinandergesetzt und toll miteinander kommuniziert“, sagte Reshöft.
Vom zweiten Turniertag war er dann absolut begeistert. Denn sein Team setzte das um, was am Abend vorher besprochen worden war. Die Ausgangsposition war zwar schlecht. Aber die Auricher gaben sich nicht auf. Genau das imponierte den Trainern. Ihre Mannschaft siegte gegen die HSG Verden-Aller 13:12. „Da haben wir auch kribbelige Situationen gemeistert“, so Reshöft. Nach einem 0:3-Einstand führten die Auricher zur Halbzeit 9:6. Sie konnten den Vorsprung aber nicht halten, mussten dreieinhalb Minuten vor Schluss den Ausgleich hinnehmen. Acht Sekunden vor Schluss gelang Stig Lübben der Siegtreffer. Ein besonderes Lob verdiente sich Tom Engelbarts.
Im letzten Spiel des Turniers, dass die Meister der Oberligen West und Ost bestritten, der OHV und die TSV Burgdorf, hätten die Auricher bei einem Sieg gegen die bis dahin führenden Burgdorfer noch die Meisterschaftsentscheidung beeinflussen können. Sie verloren 14:18. Was nichts daran änderte, dass Reshöft seiner Mannschaft ein gutes Spiel bescheinigte. Mit dem optischen Höhepunkt zum Abschluss, einem Kempator von Jorit Reshöft in Zusammenarbeit mit Stig Lübben. Gleiches versuchten im Gegenzug auch die Burgdorfer. Doch die Auricher verhinderten das Tor.
„Da war Intensität im Spiel“, so Reshöft. Mit der Folge, dass sich Simon Meinke in der ersten Halbzeit in einem Abwehr-Zweikampf eine stark blutende Nase einhandelte, sich einen Einsatz in der zweiten Halbzeit aber trotzdem nicht nehmen ließ.
Ein unschönes Ende nahm das Spiel für Sebastian Federspiel. Er schied nach einem Gegenstoß mit gebrochener Hand aus und wurde noch am Abend im Oldenburger Krankenhaus operiert.
Obwohl es für die Auricher am Ende „nur“ zu Platz fünf reichte, fiel das Fazit des OHV-Trainers positiv aus: „Wir haben gesehen, dass wir Spieler im Team haben, die in der Leistungsspitze dabei sind.“
J etzt sind für die Auricher zwei Wochen Pause angesagt, in denen sie sich individuell fit halten. Anschließend bereiten sie sich auf die Qualifikationsspiele zur Oberliga der kommenden Saison vor, dann in der Altersklasse der B-Jugend.

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Es war das erste Spiel des Turniers, in dem sich die C-Jugendlichen des OHV Aurich (mit Ball Jorit Reshöft) ein besseres Abschneiden im Turnier vermasselten. Sie verloren gegen die SG HC Bremen/Hastedt mit einem Tor. Fotos: Wolfenberg