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OHV Aurich verliert beim Longericher SC Köln

Erstellt von Ostfriesische Nachrichten: Wolf-Rüdiger Saathoff | |   1. Herren

Es sah vielversprechend aus für den OHV Aurich, doch dann gab der Auricher Handball-Drittligist Spiel kurz vor der Pause aus der Hand. Im zweiten Durchgang bestand dann aber noch Hoffnung.

Köln. Dämpfer für den OHV Aurich. Nach fünf Siegen in Folge hat die Mannschaft von Trainer Arek Blacha mal wieder verloren. Die Drittliga-Handballer unterlagen am Sonnabend beim Longericher SC Köln 24:29. Zur Pause lagen die Ostfriesen 13:15 hinten. Blacha bekannte im Gespräch mit den Ostfriesischen Nachrichten: „Wir hatten nicht unseren besten Tag und der Gegner war einfach ein Tick besser.“

 

Dabei begann die Partie vor rund 360 Zuschauern vielversprechend. Der OHV warf das erste Tor und bestimmte bis zur Schlussphase der ersten Hälfte das Geschehen. Drei Minuten vor dem Pausenpfiff lagen die Auricher noch mit zwei Toren in Führung. Die Gäste leisteten sich fortan aber den einen oder anderen Schnitzer und die Kölner schlossen konsequent ihre Angriffe erfolgreich ab. Folge: Der OHV ging mit einem Zwei-Tore-Rückstand in die Pause. Dazu bemerkte Blacha: „Wir hatten die Hoffnung, dass wir das Spiel noch in der zweiten Halbzeit drehen könnten.“

 

Erfolgreiche Aufholjagd

Diese Hoffnung bekam in der Anfangsphase des zweiten Durchgangs reichlich Nahrung, als OHV-Torwart Frederick Lüpke mit sehenswerten Paraden gute Chancen der Gastgeber vereitelte und gleichzeitig der OHV mit vier Toren in Folge von Josip Crnic (1), Nikita Pliuto (2) und Jonas Schweigart (1) das Spiel beim Stande von 19:19 in der 41. Minute wieder offen gestalteten.

 

Die Gäste waren zurück im Spiel. Jedenfalls für die nachfolgenden Minuten. Auf beiden Seiten ließen die Abwehrreihen nichts anbrennen. Tore fielen nur noch selten. Das änderte sich aber in der 48. Minute, als die Longericher in Führung gingen und den Vorsprung nach und nach ausbauten. Dem OHV gelangen kaum noch Tore. Dazu sagte der OHV-Trainer: „Wir sind gefühlt immer hinterher gelaufen. Dabei mussten wir sehr viel Aufwand betreiben, um zu Toren zu kommen. Das lag an der konsequenten Abwehr. Sie hat uns das Leben sehr schwer gemacht.“

 

Zwangspause kam nicht gut an

 

Die Vorentscheidung fiel zwischen der 53. und 54. Minute, als die Kölner mit drei Toren in Serie ihren Vorsprung auf fünf Treffer erhöhten. Daran änderte sich auch nicht mehr viel, als der OHV in den Schlussminuten mit vollem Risiko und angriffslustig die Wende erzwingen wollte. Am Ende stand eine Niederlage, die aus Sicht von Blacha etwas zu hoch ausfiel, aber verdient war.

 

Unterm Strich machte er mehrere Gründe für die Niederlage aus. Zum einen habe die Zwangspause aus der Vorwoche den Spielern nicht gut getan. Darüber hinaus fehlte seinen Spielern in dieser Partie das blinde Verständnis für automatische Spielzüge. Dinge, die Anfang der Woche im Training angesprochen werden.

Nicht nur das. Am Dienstag stehen „intensive Gespräche“ mit den Spielern über die nächste Saison an. Auch Blacha macht sich Gedanken. Er fühlt sich in Aurich wohl. Sein Bleiben hängt aber vom Konzept ab. Es muss stimmig sein, so Blacha.

 

Longericher SC Köln – OHV Aurich 29:24 (15:13)

Longericher SC Köln: Ruch, Inzenhofer, Koenen (6 Tore), Peters (2), Thöne, Pyszora, Hartmann, Schlösser (5), Mestrum (2), Wolf, Tomassini, Schulz (6/davon 1 Siebenmeter), Johnen (1), Zerwas (7), Dahlke.

OHV Aurich: Lüpke, Kuksa (1), Cuk (2), de Buhr (1), Wendlandt (4), Günsel (1), Groß, Staszewski (1), M. Pliuto (2), N. Pliuto (2), Wark, Schweigart (5/3), Hertlein (1), Dallügge, Crnic (4/2).

Zeitstrafen: LSC (8 Minuten), OHV (4).

Siebenmeter: LSC (2/1 verwandelt), OHV (7/5).

Schiedsrichter: Budde/Ehlert

Zuschauer: 360

Torfolge: 0:1 (1.), 4:4 (8.), 8:10 (18.), 11:13 (27.), 13:13 (29.), 15:13 (30.), 19:15 (36.), 19:19 (41.), 21:21 (47.), 27:22 (54.), 27:24 (58.), 29:24 (60.).

 

 

 

 

 

 

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OHV-Trainer Arek Blacha