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Letztes Heimspiel ein besonderes

Erstellt von Ostfriesische Nachrichten: Silke Meyer | |   1. Herren

OHV kann Sonntag gegen Longericher SC Qualifikation für DHB-Pokal perfekt machen – aber es ist auch Abend der Abschiede

Es ist das letzte Heimspiel in dieser Saison. Es ist auch immer das Spiel der Verabschiedungen. So groß wie diesmal aber waren die Einschnitte beim Handball-Drittligisten OHV Aurich seit Jahren nicht mehr. Sportlich ist das letzte Heimspiel mehr als nur eins für Tabellenkosmetik. Die Auricher können die Qualifikation für die DHB-Pokalrunde perfekt machen. Gegner am Sonntag um 17 Uhr in der Sparkassen-Arena ist der einzig verbliebene Konkurrent, der Longericher SC Köln.

 

Vier Spieler werden in der kommenden Saison definitiv nicht mehr zum Drittliga-Kader des OHV gehören. Sie scheiden auf eigenen Wunsch aus. Dass beim OHV aber auch der Trainer zu denen gehört, die verabschiedet werden, das hat es seit neun Jahren nicht gegeben. So lange war Arek Blacha im Amt. Anfang März hatten die OHV-Verantwortlichen bekanntgegeben, dass sie sich am Ende dieser Saison von ihm trennen werden, um neue Impulse zu setzen.


Neuer Spieler absolvierte Probetraining beim OHV

 

Als erster Abgang im OHV-Kader stand Torwart Frederick Lüpke fest. Ende Januar teilte Vereinsvorsitzender Ulrich Mittelstädt Lüpkes Wechsel zum Drittligisten TuS 04 Kaiserslautern-Dansenberg mit. Fünf Jahre spielte er für den OHV. Der 26-Jährige sieht den Wechsel als riesige Herausforderung. Sein künftiger Verein hat sich den Aufstieg in die 2. Bundesliga zum Ziel gesetzt.

 

Lukas Günsel wird ebenfalls kommende Saison nicht mehr zum Team gehören. Er hat sich für eine Rückkehr zum Fußball entschieden und wird dort für Bezirksligist SV Wallinghausen auflaufen. Auf seiner Position im Handballteam, auf der rechten Außenseite, planen die Auricher mit Josip Crnic. Nach dessen Wechsel vor einem Jahr zum Regionalligisten SG Ratingen kehrt der 33-Jährige jetzt zurück. Er hatte die SG Ende des Jahres gebeten, seinen Vertrag aus persönlichen Gründen aufzulösen. Der Vertrag beim OHV sei zwar noch nicht unterschrieben, sagte Lutz Günsel, zusammen mit Jörg Schmeding Geschäftsführer des wirtschaftlichen Trägers der OHV-Mannschaft: „Aber wir sind uns einig.“

 

Sören Fuhrmann und mit Meeno Reshöft ein Spieler, der seit seiner Jugend für den OHV gespielt hat, werden den Verein verlassen. Beide beginnen ein Studium in Hamburg.

 

Ein Fragezeichen steht noch hinter der Zukunft von Jonas Schweigart im OHV-Team. Sein Vertrag läuft aus. Ihm liegen Angebote anderer Vereine vor. Entschieden hat er sich noch nicht. „Wir fahren in der Saisonplanung zweigleisig“, sagte Günsel. Ein neuer Spieler war bereits beim Probetraining.

 

Noch offen ist zudem, ob der OHV mit dem Weggang von Lüpke auf der Torhüterposition noch aktiv wird. Auf jeden Fall planen die OHV-Verantwortlichen mit Edgars Kuksa, der derzeit nach einer Operation an der Schulter noch pausieren muss, und mit Marten Jungvogel als Torhüterduo. Kuksa hat noch einen Vertrag. Unter der Vertragsverlängerung von Jungvogel fehle nur noch die Unterschrift, so Günsel.

 

Neben dem Trainer und den Spielern werden darüber hinaus mit Björn und Christina Drees zwei aus dem Team hinter dem Team verabschiedet. Björn Drees hört als Betreuer auf. Christina Drees hatte die Aufgaben in der Geschäftsstelle übernommen, diese aber bereits Anfang des Jahres abgegeben. Ihre Nachfolgerin ist Hille Günsel.

 

Im Vordergrund steht am Sonntag aber der Sport. Der OHV hat in der Pokalrunde bisher alle Spiele gewonnen. Gegen die Kölner würde er sich sogar im Fall einer Niederlage mit einem Tor für den DHB-Pokal qualifiziert. Das Hinspiel gewannen die Auricher knapp mit 31:29 Toren. Sollte es am Sonntag mit der Qualifikation nicht klappen, hätten sie am Sonnabend darauf im Nachholspiel bei der Ahlener SG noch eine Chance. Die ganze Konzentration gilt aber zunächst dem letzten Heimspiel in dieser Saison.

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Ob Jonas Schweigart auch kommende Saison für den OHV Aurich spielen wird, ist weiter offen.Foto: Bernd Wolfenberg