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Kampf gegen Raubkatzen

Erstellt von Wolf-Rüdiger Saathoff, ON-Digital vom 09.03.2018 | |   1. Herren

Drittligahandballer des OHV Aurich bekommen es bei der HSG Bergische Panther mit einem erfolgshungrigen Aufsteiger zu tun

Drittligahandballer des OHV Aurich bekommen es bei der HSG Bergische Panther mit einem erfolgshungrigen Aufsteiger zu tun 

Aurich. Der schwarze Panther zeigt seine Zähne, er setzt zum Sprung an und fährt seine Krallen aus. Eine angriffslustige Raubkatze, die auf dem Hallenheft des Handballdrittligisten HSG Bergische Panther zu sehen ist. Die Panther empfangen am Sonntagnachmittag um 17 Uhr den OHV Aurich. Es ist das 183. Spiel in der dritten Liga West. 

Die Ostfriesen wollen aber keine leichte Kost für die Gastgeber sein. OHV-Manager Ewald Meyer hat ein gutes Gefühl. „Wenn es uns gelingt, die Abwehr der HSG auseinanderzureißen und Lücken für uns schaffen, dann sehe ich durchaus Chancen.“ 

Der OHV hat drei Wochen pausiert. Zeit für die Verletzten, sich wieder zu erholen. Bis auf die Dauerverletzten Marek Mikeci und Kevin Wendlandt hat sich das Lazarett gelichtet. Dafür schlug die Grippewelle in den vergangenen Tagen immer wieder zu. Ausfälle, die das Training beeinflussten. Das Trainerteam um Arek Blacha musste improvisieren, wenn es darum ging, Spielzüge einzustudieren. 

Ungern denkt Meyer an das Hinspiel zurück. Lange Zeit lieferte sich der OHV gegen die Panther einen Schlagabtausch auf Augenhöhe. Zur Halbzeit gingen beide Teams mit einem 12:12 in die Kabinen. Das Kopf- an-Kopf-Rennen setzte sich auch im zweiten Durchgang fort, ehe beim OHV in der Schlussphase die Kräfte nachließen und die Panther zu einem ungefährdeten 31:26-Erfolg kamen. 

Meyer bezeichnet den Gegner als eine körperlich robuste Mannschaft, die mit „Riesen im Angriff und Abwehr auftreten“. Der OHV muss, so Meyer, eine hohe Laufbereitschaft aufbringen, um Räume für die Durchstöße am Kreis des Gegners zu schaffen. Gelingt das nicht, wird es der OHV beim Tabellensiebten sehr schwer haben. Die Panther haben als Aufsteiger bisher eine erfolgreiche Saison gespielt. Das angestrebte Saisonziel von 20 Punkten hat die Mannschaft um Trainer Marcel Mutz schon vor einigen Wochen erreicht. Der Ligaverbleib ist gesichert. Für Stabilität in der Abwehr sorgt bei den Neulingen der frühere Bundesliga-Spieler Bastian Arnaud. „Die Mannschaft kann sorgenfrei in die kommenden Partien gehen“, heißt es im Hallenheft der Panther, „aber wir wollen weiter punkten und gar nicht ins untere Mittelfeld abrutschen“, so Trainer Mutz. Geschenke wird es für die Auricher in der Max-Siebold-Halle in Hilgen wohl nicht geben. Dabei könnte der OHV noch den einen oder anderen Zähler benötigen. Gegenwärtig rangiert der OHV mit 15 Punkten auf Rang elf. Für Meyer ein Platz, der mit Vorsicht zu genießen ist. Er sagt: „Der Abstand zu den beiden direkten Abstiegsplätzen ist zwar groß genug. Aber wir müssen auf den Relegationsplatz 14 achten. Vier Zähler Vorsprung auf Lemgo II ist noch keine Welt.“ Am Sonntagvormittag um 10 Uhr machen sich die Auricher mit dem Bus auf den Weg nach Burscheid. Rund 400 Kilometer müssen die Ostfriesen bewältigen, bevor sie die Max-Siebold-Halle erreichen. Dort rechnet Meyer mit 250 Zuschauern, darunter auch einige Auricher Fans. Für die lange Busreise ist reichlich Proviant an Bord. Dazu gehört nach Auskunft von Meyer ein Frühstück sowie reichlich Nudeln mit Soße als warme Mahlzeit für zwischendurch. Nach dem Spiel stärken sich die Handballer mit einem Schnitzel, bevor es dann am frühen Sonntagabend nach Aurich geht. Hoffentlich mit Zählbarem im Gepäck, so Meyer. 

 

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Kein Durchkommen für den OHV-Spieler Paul Jordan (links). Ihm stellt sich einer von mehreren großen Panther-Spielern in der Sparkassen-Arena entgegen. Fotos: Wolfenberg
Die Auricher Trommler verzweifelten in der Schlussphase an der Übermacht der Gäste.
Die Auricher Fans sahen zum Schluss im Hinspiel eine Niederlage des OHV gegen die Panther.