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Torjäger bleibt beim OHV Aurich

Erstellt von Silke Meyer, ON-Digital vom 22.05.2018 | |   1. Herren

Der OHV Aurich ist auf dem Weg, für die kommende Saison ein schlagkräftiges Team in der Oberliga auf die Beine zu stellen, wieder ein Stück weitergekommen. Mit Kevin Wendlandt bleibt ein Top-Torjäger.

Aurich. Der OHV Aurich hat einen weiteren dicken Baustein auf dem Weg zum angestrebten Ziel sofortiger Wiederaufstieg in die 3. Handball-Liga gesetzt. Mit Kevin Wendlandt bleibt ein Top-Torjäger. Das gab am Dienstag der Geschäftsführer des wirtschaftlichen Trägers OHS der Mannschaft, Ulrich Mittelstädt, bekannt. „Kevin will nach dem Abstieg mit dem OHV in der Oberliga durchstarten“, sagte Mittelstädt.

„Ich freue mich riesig, dass er bleibt“, sagte Trainer Arek Blacha. Kevin helfe, das Ziel Wiederaufstieg zu verfolgen. „Er bringt Erfahrung und Ruhe ins Team“, so Blacha. Das habe der Mannschaft in dieser Saison gefehlt.

Operation führte zum Saisonaus

Vorausgesetzt, Wendlandt ist gesundheitlich wieder fit. Er war in der vergangenen Saison verletzungsbedingt nur in der Hinrunde, und das auch nicht in allen Spielen, zum Einsatz gekommen. Er war bereits mit Schulterproblemen in die Saison gegangen, biss sich aber lange durch. Bis zum Spiel beim ATSV Habenhausen Anfang November. Dort verletzte er sich am Ellenbogen mit der Diagnose Kapsel- und Bänderriss. Die führte dann zu einer unerwarteten Zwangspause. Sie war aber nicht der Grund für sein Saisonaus. Das war die Folge einer Operation an der Schulter im Dezember. Die verlief komplizierter als gehofft. Weil eine Sehne genäht werden musste, resultierte daraus für Wendlandt ein halbes Jahr Handballpause.

„Er ist auf einem guten Weg, wieder fit zu werden“, sagte Blacha. Im Rahmen der Rehamaßnahmen schnupperte Wendlandt in der Abstiegsrelegation im Heimspiel gegen die HG Hamburg-Barmbek schon erstmals wieder Wettkampfluft. Vor allem in der Abwehr. „Ich war einfach nur froh, wieder meinen Sport ausüben zu können“, sagte Wendlandt.

Treffsicherer Schütze

Zu seinem eigenen gesundheitlich schwierigen Jahr kam am Ende dann noch der sportliche Abstieg des OHV obendrauf. „Die ganze Saison ist für mich, ist für alle schiefgelaufen“, so der 28-Jährige. Aber sportlich hätten alle immer zusammengehalten. Und würden dies auch weiterhin tun. Der Zusammenhalt im Team ist es, der Wendlandt die Zusage für eine Saison in der Oberliga nicht schwer machte: „Die Mannschaft passt. Das Umfeld passt. Ich finde es gut, dass viele trotz des Abstiegs bleiben. Und ich fühle mich in Aurich einfach wohl.“

Wendlandt geht mit dem OHV in sein viertes Jahr. Zur Saison 2015/16 war der 1,97 Meter große Rückraumspieler vom damaligen Zweitligisten SV Henstedt-Ulzburg gewechselt. Sein Vertrag dort lief aus und wurde nicht verlängert. Davor hatte Wendlandt dreieinhalb Jahre für den HSV Insel Usedom in der 3. Liga gespielt. Er war nicht nur dort einer der treffsichersten Schützen, sondern in der Liga insgesamt.

Neuzugang steht zu OHV-Zusage

Das Engagement Wendlandts im OHV geht inzwischen über den Einsatz als Spieler hinaus. Er trainiert bereits seit zwei Jahren eine C-Jugend-Mannschaft im Verein. War es bislang die zweite Mannschaft, wird er sich in der kommenden Saison, zusammen mit Rolf Messing, um die dritte C-Jugend kümmern. Die wird aufgrund des großen Zuspruchs neu gemeldet.

„Kevin soll in der kommenden Saison mit den Kern der Mannschaft bilden, die den Wiederaufstieg anstrebt“, sagte Mittelstädt. Bereits in der vergangenen Woche hatte der Verein erste positive personelle Signale gesendet. Wie berichtet, bleiben Torwart Youri Denert, Wilke de Buhr und Sven Seidler. Der für eine Saison berufsbedingt gewechselte Jannes Hertlein kehrt trotz des Abstiegs zurück. Und mit Oliver Staszewski steht zudem ein Neuzugang zu seiner OHV-Zusage.

Blacha arbeitet derzeit bereits intensiv den Saisonvorbereitungsplan aus. Zunächst werden sich die Spieler aber vom 4. bis 22. Juni weiter zum Training treffen. Dann geht es in eine aktive Pause, bevor am 16. Juli die Vorbereitung richtig losgeht.

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Kevin Wendlandt wird sich auch in der kommenden Saison für den OHV ins Zeug legen und auf Torejagd gehen. Foto: Wolfenberg