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OHV Aurich ist für die neue Saison gerüstet

Erstellt von Silke Meyer, ON-Digital vom 14.06.16 | |   1. Herren

Arek Blacha, Trainer des Handball-Oberligisten OHV Aurich sieht sein Team für das Ziel Wiederaufstieg personell gut aufgestellt. Mit Edgars Kuksa verstärkt ein lettischer Nationaltorwart die Mannschaft.

Aurich. Ein Ziel hat der aus 3. Handball-Liga abgestiegene OHV Aurich bereits erreicht, bevor das erste Spiel in der Oberliga gespielt ist. Viele aus dem bisherigen Team haben sich entschieden, zu bleiben. „Wir haben es geschafft, die Mannschaft nahezu zu behalten“, sagte Trainer Arek Blacha und sieht das als großen Gewinn. Als weitere Neuzugänge neben Oliver Staszewski werden mit Edgars Kuksa ein lettischer Nationaltorwart, der vom VfL Fredenbeck kommt, und mit Lukas Günsel ein Auricher Nachwuchsspieler die Mannschaft verstärken.

„Wir haben versucht, den Wunsch des Trainers mit doppelt besetzten zentralen Positionen zu erfüllen. Um im Rückraum mehr personelle Alternativen zu haben“, sagte OHV-Vorsitzender Ulrich Mittelstädt.

Vergangene Saison fehlte Qualität und Quantität 

Die vergangene Saison habe gezeigt, dass es nicht reicht, mit sieben guten Spielern sportlich zu überleben, so Blacha. Die Konkurrenz hatte häufig 14 bis 16 Spieler im Kader. „Uns hat es nicht nur an der Qualität gefehlt, sondern auch an der Quantität“, sagte Blacha mit Blick auf die vergangene Saison. Daraus ist dann die Kettenreaktion entstanden mit bekanntem Ergebnis und der Wunsch, für die kommende Saison personell nachzubessern. Blacha freut sich, dass es geklappt hat und richtete einen großen Dank an das Team um Mittelstädt, Lutz Günsel und Jörg Schmeding für den Einsatz.

Mindestens genau so glücklich aber ist Blacha, dass er weiter mit der Mannschaft arbeiten darf. Denn dass ein Trainer nach einem Abstieg bleibt, ist eher selten. „Ich zeige großen Respekt dafür, dass mir die Verantwortlichen trotz der traumatischen Erlebnisse weiter vertrauen“, so Blacha. Für die Vereinsführung war das hingegen eine Selbstverständlichkeit.

OHV vor riesiger Aufgabe 

Inzwischen hat sich Blacha bereits einen Eindruck davon verschafft, mit wem er und sein Team es in der kommenden Saison zu tun bekommen. Als Ziel haben sich die Auricher den sofortigen Wiederaufstieg gesetzt. Der Trainer weiß: „Das wird kein Durchmarsch, sondern eine riesige Aufgabe.“

Andererseits freut er sich aber auch darüber: „Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn sich Lässigkeit einschleicht.“ Ungern denkt an Spiele aus der vergangenen Saison zurück, in denen aufgrund der angespannten personellen Lage von vornherein keine Punkte auf der Habenseite eingeplant waren und entsprechend taktiert wurde: „Das ist kommende Saison nicht möglich.“ Deshalb auch Blachas Wunsch, jede der drei Rückraumpositionen doppelt zu besetzen. „Damit ich nachher keine Ausrede habe“, sagte er mit einem Augenzwinkern. Auch die Abwehr sieht er gut aufgestellt.

Konkurrenz ist stark 

Die personelle Ausgangslage bietet die Möglichkeit zu rotieren und damit die Gefahr zu reduzieren, dass sich Spieler schwerer verletzen. „Das ist ein großer Vorteil gegenüber der vergangenen Saison“, sagte der Trainer.

Die Konkurrenz ist stark. Der TV Cloppenburg zum Beispiel. Gegner der Auricher zum Saisonauftakt am 2. September in der Sparkassen-Arena. Die Mannschaft sei ähnlich besetzt wie der OHV, so Blacha. Der ATSV Habenhausen, Gegner der Auricher bereits am dritten Spieltag. „Unsere Trauma-Mannschaft“, so Blacha. Es sind nur zwei Teams aus einem ganzen Paket, das der Auricher Trainer als enorm stark einstuft.

Erschwerend kommt auf dem Weg zum Ziel noch dazu, dass in der kommenden Saison der Meister nicht automatisch auch aufsteigt, sondern eine Relegation spielen muss. Denn nur zehn der deutschlandweit zwölf Meister schaffen den Sprung in die 3. Liga.

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Der lettische Nationaltorwart Edgars Kuksa (links) verstärkt in den kommenden Saison die Mannschaft des OHV. Der zweite Vereinsvorsitzende Lutz Günsel hieß ihn willkommen. Foto: privat