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Eine Partie für die Galerie

Erstellt von Silke Meyer, ON-Digital vom 06.08.2018 | |   1. Herren

Oberliga-Handballer des OHV und Verbandsligist TuS Haren bekommen im Testspiel vom Publikum viel Applaus

Emden. Die Oberliga-Handballer des OHV Aurich haben am Sonnabendabend ein Testspiel in der Emder BBS-Sporthalle mit 32:24 Toren gegen Verbandsligist TuS Haren gewonnen. Das Spiel war das besondere Bonbon der Handballer der Sportfreunde Larrelt im Rahmen der Aktionen anlässlich des 90-jährigen Vereinsbestehens. 

Rund 150 Zuschauer verabschiedeten beide Mannschaften bereits mit Beifall in die Halbzeitpause und applaudierten auch am Ende. Sie hatten vor allem in der ersten Halbzeit ein schnelles, engagiert geführtes Spiel gesehen. 

Der sportliche Stellenwert war für OHV-Trainer Arek Blacha jedoch gering. „Solche Spiele geben ein falsches Bild“, sagte er. Denn so wie gegen Haren werde seine Mannschaft, wenn es um Punkte geht, nicht spielen. Er hatte sie ohne taktische Vorgaben in die Partie geschickt. Ihm kam es vor allem darauf an, dass sich seine Spieler läuferisch ins Zeug legten und Einsatz zeigten. Das taten sie. „Wir sind gut drauf“, sagte Blacha auch mit Blick auf die Eindrücke aus dem Training. 

Gegen den TuS Haren, der die vergangene Verbandsliga-Saison als Tabellensechster beendete, verzichtete Blacha vorsichtshalber auf den Einsatz von Rechtsaußen Josip Crnic. Er war zwar mit dabei, hatte sich im Training aber leicht am Oberschenkel verletzt. Auf seiner Position spielte Neuzugang Lukas Günsel und zeigte, dass er, obwohl noch ziemlich neu im Geschäft, absolut eine Verstärkung ist. Kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit schied er allerdings mit einer Platzwunde über dem Auge aus, die im Krankenhaus behandelt werden musste. 

Für Günsel wechselte 

Tim Stapenhorst von der linken auf die rechte Außenseite. Auf der Position von Stapenhorst spielte Jannik Dallügge. 

Berufsbedingt fehlten Jannes Hertlein und Neuzugang Christoph Groß sowie urlaubsbedingt Torwart Frederik Möhlmann im Auricher Team. 

Die erste Viertelstunde verlief ausgeglichen. Die Auricher Abwehr tat sich vor allem schwer mit dem Harener Kreisläufer. Ein Koloss. 2,10 Meter groß, damit einen Kopf größer als die meisten Auricher, und dazu noch so breit in den Schultern wie ein dort gepolsterter Footballspieler. Und Stefan Sträche sorgte aus dem Harener Rückraum für Toralarm. 

In der 15. Minute führten die Harener 9:7. Jonas Schweigart verkürzte per Siebenmeter auf 8:9, OHV-Torwart Edgars Kuksa hielt im Gegenzug einen Strafwurf von Sträche, Blacha nahm eine Auszeit und brachte anschließend Neuzugang Oliver Staszewski ins Spiel. Ein ums andere Mal stellte der unter Beweis, warum er in der vergangenen Saison Haupttorschütze in der Oberliga war. Dass er auch Abwehr kann, zeigte er ebenfalls. Aus dem 7:9 machten die Auricher bis zur Halbzeit ein 16:11. 

Anschließend hielten sie ihren Vorsprung. Mal mehr, mal weniger. Aber nie nachlassend in ihren Aktionen. Ähnlich die Harener. Dem Publikum auf der Tribüne jedenfalls hatte es Spaß gemacht, zuzuschauen. 

OHV Aurich: Kuksa, Haake; Crnic, Günsel (4 Tore), de Buhr (2), Wendlandt, Seidler (1), Staszewski (6), Stapenhorst (2), Schweigart (6/davon 5 Siebenmeter), Dallügge (4), Jordan (7/2). 

TuS Haren: Jansen T. Sträche, Hunfeld, Geers (3), Wortelboer (2), Büter (1), Buyna, Mrotzeck (2), S. Sträche (11/4), Drees, Giesen (5), Sawada (2). 

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OHV-Neuzugang Oliver Staszewski stellte gegen Haren seine Torgefährlichkeit unter Beweis. Fotos: Wolfenberg
Lukas Günsel schied mit einer Platzwunde über dem Auge aus.