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Top-Teams treffen aufeinander

Erstellt von Silke Meyer, ON-Digital vom 14.09.2018 | |   1. Herren

OHV Aurich empfängt am Sonntag im Spitzenspiel der Oberliga den ebenfalls ungeschlagenen ATSV Habenhausen

OHV Aurich empfängt am Sonntag im Spitzenspiel der Oberliga den ebenfalls ungeschlagenen ATSV Habenhausen 

Aurich. Die Zahlen stimmen schon mal. Mit zwei Siegen aus zwei Spielen ist die ambitionierte Mannschaft des OHV Aurich so in die Oberliga-Saison gestartet wie erhofft. Dennoch: es läuft noch nicht richtig rund. Den eigenen hohen Erwartungen und denen des Umfeldes gerecht zu werden, andererseits aber auch nicht zu locker an die Sache heranzugehen – da den Mittelweg zu finden, ist schwer. Diesen Spagat zu schaffen heißt es für die Auricher am Sonntag wieder, wenn sie um 17 Uhr in der Sparkassen-Arena im Spitzenspiel den ebenfalls ungeschlagenen ATSV Habenhausen empfangen. 

Nach zwei Spieltagen zeigt die Tabelle das von vielen vorhergesagte Bild. Die drei Drittliga-Absteiger mit Wiederaufstiegszielen, der OHV, der ATSV Habenhausen und der VfL Fredenbeck, führen sie an und sind als einzige Mannschaften noch ohne Minuspunkte. Das Topspiel in Aurich garantiert, dass sich das nach dem dritten Spieltag auf jeden Fall ändern wird. 

OHV-Trainer Arek Blacha hat in dieser Woche nach dem schwerfälligen Auftakt viele Gespräche mit seinen Spielern, einzeln und zusammen, geführt und herausgehört: Es ist der Druck des unbedingten Gewinnen wollens, der auf allen lastet, und der dazu führt, dass die Mannschaft bisher nicht ihr wahres Können gezeigt hat. So, wie sie es in den Testspielen in der Vorbereitung bewiesen hat. „Es braucht einfach seine Zeit, um mit dieser Situation umzugehen“, sagt Blacha zur aktuellen Lage. 

An die Habenhausener haben die Auricher aus der vergangenen Saison, der gemeinsamen in der 3. Liga, keine guten Erinnerungen. Weder an das Auswärtsspiel im November vergangenen Jahres, als zunächst Wilke de Buhr in der vierten Spielminute mit einer schweren Ellenbogenverletzung ausschied und sie am Ende mit einem vergebenen Siebenmeter die mögliche Siegchance verpassten. Noch an das Rückspiel im April, als eine komplette erste Auricher Sechs verletzt auf der Tribüne saß und der OHV gegen den Tabellenletzten verlor. 

Die Habenhausener sind mit einem neuen Trainer, Matthias Ruckh, in die Saison gegangen. 18 Spieler gehören zum Kader. Elf von ihnen bringen Erfahrung aus der 3. Liga mit. Ruckh strebt zwar den Wiederaufstieg an, allerdings erst mittelfristig in zwei bis vier Jahren. Aber auch für diese Saison ist sein Ziel hoch gesteckt. Ein Platz unter den ersten Drei soll es am Ende sein. Dass auch der VfL Fredenbeck und der OHV in die Oberliga Nordsee abgestiegen sind, sieht er dabei als Vorteil für seine Mannschaft. Die sei nicht gleich alleiniger Titelfavorit. Für Ruckh sind die Auricher heißer Anwärter auf die Meisterschaft. 

Er freut sich auf die Partie. Keiner erwarte diesmal von seiner Mannschaft einen Sieg, hatte er nach dem Erfolg am vergangenen Sonntag gegen die HSG Delmenhorst gesagt. Deshalb könne seine Mannschaft nur Spaß am Publikum und dem Spiel haben. 

Die Habenhausener haben zwar einen neuen Trainer. „Ihre Spielweise hat sich aber im Vergleich zur Vorsaison nicht groß geändert“, sagt Blacha nach dem Videostudium. Heißt: sie spielen ihre Angriffe lange aus, sind gefährlich aus dem Rückraum und im Zusammenspiel mit dem Kreisläufer und stellen eine kompakte, defensiv ausgerichtete Abwehr. 

Konzentration, Zusammenhalt und Geduld sind da für Blacha die Schlüssel zum Erfolg. Hinter dem Einsatz von Lukas Günsel steht aufgrund einer Ellenbogenverletzung noch ein Fragezeichen. 

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Die Spieler des OHV Aurich (mit Ball Jonas Schweigart) mussten sich ganz schön strecken, um gegen die SG HC Bremen/Hastedt zu gewinnen. Damit treffen die Auricher jetzt am Sonntag im Spitzenspiel auf den ebenfalls ungeschlagenen ATSV Habenhausen. Foto: Wolfenberg