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OHV Opfer der Ligareform

Erstellt von Silke Meyer, ON-Digital vom 09.04.2019 | |   1. Herren

Weil die Zahl der Mannschaften in der 2. Handball-Bundesliga reduziert werden soll, steigt der Oberliga-Meister nicht direkt auf

Aurich. Nach der Meisterschaft ist vor den Aufstiegsspielen: Den Titel haben die Oberliga-Handballer des OHV Aurich seit Sonntag sicher, aber bislang nur etwas erreicht. Denn damit ist erstmals nicht der direkte Aufstieg in die 3. Liga verbunden. Es folgt eine Aufstiegsrelegation. Von deutschlandweit zwölf Oberligisten steigen am Ende zehn auf. 

Grund für die Relegationsspiele ist eine Ligareform, die Ende Oktober 2017 auf dem Bundestag des Deutschen Handballbundes beschlossen wurde. Danach soll die Zahl der Mannschaften, die in der 2. Bundesliga spielen, von derzeit 20 auf 18 reduziert werden. Entsprechend müssen am Ende dieser Saison fünf Mannschaften aus der 2. Bundesliga absteigen. Mit durchschlagender 

Wirkung. Sie werden in einem Schritt von der 3. Liga und den Oberligen aufgefangen. 

Unter der Leitung des damaligen Vorsitzenden der Spielkommission der 3. Liga haben die Mitglieder der Spielkommission und Vertreter der zwölf Oberligabereiche im Januar 2018 in Kassel auf einer Sitzung diskutiert, wie der Beschluss am Ende der Saison 2018/19 umgesetzt werden soll. 

Mit dem Ergebnis, dass sie die zwölf Oberligabereiche in zwei Gruppen aufteilten. Zum Norden gehören die Staffeln Nordsee mit dem OHV Aurich als Meister, Niedersachsen (Tabellenführer ist der TuS Vinnhorst), Hamburg/Schleswig-Holstein (HG Hamburg-Barmbek), Ostsee-Spree (Stralsunder HV), Westfalen (Meister ist LiT Tribe Germania) und Mitteldeutschland (HC Elbflorenz II). Der Südgruppe wurden die Oberligen Bayern, Württemberg I und II, Hessen, Rheinland-Pfalz/Saar und Nordrhein zugeordnet. 

Die Paarungen der ersten Runde um den Aufstieg wurden noch auf der Sitzung in Kassel ausgelost. Danach trifft der OHV Aurich als Meister der Oberliga Nordsee auf den Meister aus der Westfalen-Staffel, LiT Tribe Germania, einem Verein aus Minden und Hille. Der 

OHV hat zunächst Heimrecht. Das Spiel ist am Sonntag, 12. Mai, um 17 Uhr in der Sparkassen-Arena. Das Rückspiel steigt dann am Sonnabend, 18. Mai, in der Sporthalle Nordhemmern. Der Sieger steigt in die 3. Liga auf. 

Die Verlierer aus den insgesamt sechs Erstrundenvergleichen spielen anschließend in zwei Gruppen nach dem Modus jeder gegen jeden vier weitere Aufsteiger aus. Spieltermine sind der 25./26. Mai, 30. Mai (Himmelfahrt), und 1./2. Juni. 

Drei Punktspiele sind es für den OHV noch bis zu den Begegnungen, die über den Aufstieg entscheiden. Mit Blick auf das noch ausstehende Programm wurde die Meisterschaft am Sonntag nicht groß gefeiert. Mehr ist für das letzte Heim-Punktspiel am Sonnabend, 27. April, geplant. 

Parallel zum sportlichen Teil laufen die personellen Planungen für die kommende Saison. „Wir sind da auf einem guten Weg“, sagte Lutz Günsel. Er ist zusammen mit Jörg Schmeding Geschäftsführer der Ostfriesland Handball Sportmarketing GmbH (OHS), dem wirtschaftlichen Träger der Mannschaft. Details sollen in Kürze bekanntgegeben werden. 

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Erleichterung pur erst einmal am Sonntag bei den Spielern des OHV Aurich: die Sache mit der Meisterschaft hatten sie mit dem Sieg gegen die HSG Barnstorf/Diepholz geschafft. Jetzt gilt die Konzentration den Aufstiegsspielen. Foto: Wolfenberg