Zum Hauptinhalt springen

OHV-Handballer beim Tabellenzweiten

Erstellt von Ostfriesische Nachrichten: Silke Meyer | |   1. Herren

Die Drittliga-Handballer des OHV Aurich müssen am Sonnabend beim TuS Spenge antreten. Der ist mit zwei Siegen in die Saison gestartet. Die Auricher haben aber gute Erinnerungen an den TuS.

Aurich. Erleichtert, glücklich. Es waren nicht nur diese guten Gefühle, die die Drittliga-Handballer des OHV Aurich nach ihrem Sieg im Punktspiel gegen LiT 1912 II mitnahmen. Es war mehr. Gegen wen sie gewonnen hatten, spielte für die Auricher in ihrem ersten Heimspiel dieser Saison am Sonntag nur eine untergeordnete Rolle. Viel bedeutender war das Wie. Sie hatten das Spiel in der Schlussviertelstunde nach einem Rückstand gedreht. „Das war für den Kopf ganz wichtig“, sagt OHV-Torwart Frederick Lüpke. Am Sonnabend treten er und seine Teamkollegen jetzt beim TuS Spenge an.

 

„Wir hoffen, dass wir auf diesen Sieg aufbauen können“, hatte ein erleichterter OHV-Trainer Arek Blacha nach dem Spiel gesagt. „Jetzt können wir wieder starten.“ Und auch OHV-Mannschaftsführer Jonas Schweigart hofft, „dass die ersten Punkte der Türöffner sind, den wir gebraucht haben.

 

Jetzt also der TuS Spenge. Der ist mit Siegen gegen den TuS Volmetal und bei Hannover-Burgwedel gestartet. Die Bilanz der Spenger kommt für Lüpke nicht unerwartet. Neben Eintracht Hagen und den TuS Vinnhorst stuft er den TuS Spenge ziemlich weit oben in der Tabelle ein.

 

Spiel der vergangenen Saison noch im Kopf

 

Im Großen ist das Team um den langjährigen Trainer Heiko Holtmann zusammengeblieben, hat sich aber mit zwei groß gewachsenen Rückraumspielern verstärkt. Mit dem 2,03 Meter großen Max Schüttemeyer, der von der TSG Bielefeld kam, und mit dem 1,90 Meter großen Bjarne Schulz vom Ligakonkurrenten LiT. „Da muss bei uns vieles passen, um erfolgreich zu sein“, sagt Lüpke. Der OHV nimmt jedoch nicht nur das positive Erlebnis gegen LiT mit in die Partie, sondern auch die Erinnerungen an das Spiel beim TuS in der vergangenen Saison. Das war Mitte Februar. „Das ist wohl bei allen noch im Gedächtnis“, sagt Lüpke.

 

Dass er dort maßgeblich zum unerwarteten Sieg beitrug, ist für ihn Nebensache: „So lange die Mannschaft gewinnt, ist alles gut.“ Lüpke weiß es noch, als wäre es gestern gewesen: „Damals haben wir eine super Abwehr gestellt und viel Tempo nach vorne gemacht.“ Der OHV bot in der ersten Halbzeit eine Galavorstellung, führte zur Pause 20:11 und gewann 34:28. Aber die Spenger erinnern sich ebenfalls an dieses Spiel. Und das sitzt tief. „In der letzten Saison hat uns das Team von der Küste eine bitte Heimpleite verpasst“, heißt es dort im Vorfeld.

 

290 Zuschauer sind in der Sporthalle des TuS erlaubt. Die waren zum Saisonauftakt gegen den TuS Volmetal auch gekommen. Diese Kulisse ist in Corona-Zeiten für den OHV nichts Ungewöhnliches. Die Auricher haben am vergangenen Sonntag in der Sparkassen-Arena vor 500 Fans gespielt. Für beide Teams sind das Zahlen, die weit entfernt sind von dem, was normalerweise in ihren Hallen los ist. „Da kommt aber trotzdem Stimmung auf. Es ist zwar nicht so wie vorher. Kann es auch nicht sein. Aber es macht einfach riesig Spaß, wieder um Punkte zu spielen“, sagt Lüpke. Vorbereitungsspiele seien ja schön und gut: „Aber erst der Wettkampfgedanke bringt dieses Kribbeln.“

 

Der OHV kann in Bestbesetzung antreten.

Zurück
Es war für die Handballer des OHV Aurich (mit Ball Bruno Levak) ein hartes Stück Arbeit, sich gegen LiT 1912 II durchzusetzen. Sonnabend geht die Saison für sie mit einem Auswärtsspiel beim TuS Spenge weiter. Foto: Wolfenberg