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Handball: OHV mit Aussichten auf Rückkehr

Erstellt von Ostfriesische Nachrichten: Silke Meyer | |   1. Herren

Zwei Spielmodelle sind für die Mannschaften in der 3. Liga jetzt beschlossene Sache. Dort ist der Spielbetrieb seit November ausgesetzt. Einen Termin für die Rückkehr aufs Spielfeld gibt es auch.

Aurich. Jetzt ist es Fakt: Die Saison in den 3. Handball-Ligen wird nach Plan B fortgesetzt. Mit einer Aufstiegsrunde für Mannschaften mit Ambitionen in die 2. Bundesliga und mit einer alternativen Runde, deren sportlicher Reiz die Qualifikation für den DHB-Pokalwettbewerb ist. Mitte April, so die Planungen, soll es wieder losgehen. Der OHV Aurich wird für die alternative Runde melden. Seit gut einer Woche sind die Auricher, wie berichtet, wieder im Training. Corona-Testes machen es möglich.

 

Am Mittwochabend haben sich die Vertreter der bundesweit 72 Drittliga-Mannschaften in einer Videokonferenz mit den Offiziellen des Deutschen Handballbundes zusammengeschaltet und sich auf sportliche Lösungswege aus dem Lockdown geeinigt. „Nach gut einer Stunde waren wir durch“, berichtet Ewald Meyer. Der Teammanager des OHV hat an der Konferenz teilgenommen. Das meiste sei ja bereits im Vorfeld besprochen worden: „So ist es dann auch gekommen.“

 

Keine Absteiger am Ende dieser Saison

 

„Es ist so eingetreten, wie wir es im Januar schon vorgestellt hatten“, sagt Andreas Tiemann, Spielleiter der 3. Liga der Männer. Es hätte vielleicht alles ein bisschen schneller entschieden werden können, so Tiemann: „Aber es gab gute Gründe für die Hoffnung, dass der Spielbetrieb vielleicht doch noch fortgesetzt werden könnte. Wir haben so lange gewartet, bis es nicht mehr ging. Jetzt sind uns aber die Wochenenden weggelaufen.“ Tiemann ist optimistisch, dass in dieser Saison noch wieder gespielt werden kann: „Ich kann den Spielfeldweg schon wieder riechen.“

 

Seit November ist der Spielbetrieb coronabedingt ausgesetzt. War in der Anfangsausschreibung im Sommer noch festgelegt, dass es auf jeden Fall Absteiger geben wird, machte der Bundesrat es jetzt möglich, dass die Saison doch ohne Absteiger endet. Der Bundesrat setzt sich aus dem Präsidium des DHB, den Präsidenten und Vorsitzenden der Regional- und Landesverbände, den beiden Vertretern der Ligaverbände der Männer und Frauen, dem Vorsitzenden der Jugendkommission, der Frauenbeauftragten und, mit beratender Stimme, dem Vorstand und dem Ehrenpräsidenten des DHB zusammen. Das Gremium hat beschlossen, die Mannschaftszahlen für die Saison 2021/22 zu erhöhen. Auf wie viele, muss noch festgelegt werden. So konnte der Vorstand des Deutschen Handballbundes entscheiden, in dieser Saison auf Absteiger zu verzichten. Vereinen, die weder an der Aufstiegsrunde noch an der alternativen Runde teilnehmen möchten, entsteht kein Nachteil, versichert der DHB.

 

So geht es in der Aufstiegsrunde weiter:

Alle Vereine, die Interesse haben, in die 2. Bundesliga aufzusteigen, können für die Runde melden. Meldeschluss ist Montag, 1. März, verbindlich bei der Handball-Bundesliga sowie der spielleitenden Stelle.

 Darüber hinaus müssen interessierte Vereine bis zum 31. März ihre Lizenzierungsunterlagen beim Ligaverband HBL einreichen. Nach welchem Modus die Aufstiegsrunde gespielt wird, hängt von der Zahl der gemeldeten Mannschaften ab. „Es gibt elf Vereine, die sich vorstellen können, daran teilzunehmen“, berichtet Meyer aus der Konferenzschaltung von der Resonanz. Zwei Mannschaften können aus den 3. Ligen der Männer aufsteigen.

 

So ist die alternative Runde geplant

Alle Vereine ohne Aufstiegsambitionen können für diese Runde melden. Egal, ob ihr Ziel ist, sich für den DHB-Pokalwettbewerb zu qualifizieren oder ob sie „nur“ am Spielbetrieb teilnehmen wollen. Auch zweite Mannschaften können für diese Runde melden. Geplant ist, mit den Spielen in der zweiten Aprilhälfte zu beginnen.

 

Wie in der Aufstiegsrunde hängt auch hier das Spielsystem von der Zahl der gemeldeten Mannschaften ab. Sie werden, wenn es konkret so weit ist, vom Spielleiter der Männer, Andreas Tiemann, wieder mit in die Planungen eingebunden. „Es gibt bereits Spielmodelle, aber noch nichts spruchreifes“, sagt Tiemann. Wie die Qualifikationsplätze für den DHB-Pokal 2021/22 aus den jeweiligen Spielrunden verteilt werden, wird erst entschieden, wenn alle Meldezahlen bekannt sind.

 

So sind die Planungen für die Saison 2021/22

Die Planungen hängen davon ab, wie viele Mannschaften dann tatsächlich in der 3. Liga spielen werden. Bereits in dieser Saison spielen dort mehr Mannschaften als üblich, da es nach dem Abbruch der Saison 2019/20 keine Absteiger gab, aber trotzdem Aufsteiger. Darauf läuft es auch in dieser Saison wieder hinaus. Schon jetzt nehmen 72 Drittligisten am Spielbetrieb teil. „Ich rechne dazu mit zwölf Aufsteigern aus den Oberligen“, sagt Tiemann. Plus einer Mannschaft aus der 2. Bundesliga. Denn während aus den 3. Ligen zwei Mannschaften dorthin aufsteigen, steigen aus der 2. Bundesliga drei in die 3. Liga ab. Macht kommende Saison für die 3. Liga 85 Mannschaften.

 

 Von der Zahl der Mannschaften, die in der kommenden Saison in der 3. Liga antreten werden, hängt auch die Zahl der Staffeln ab. Aktuell gibt es vier.

 

Auch über Auf- und Abstiegsregelungen in der Saison 2021/22 wird der Bundesrat erst zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden. Nach zwei Jahren, so Tiemann, muss jedenfalls alles wieder so sein, wie es ursprünglich war. So die Vorgabe des Bundesrates.

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Für die Mannschaft des OHV Aurich (mit Ball Maxim Pliuto im Spiel gegen den TuS Vinnhorst) könnte es Mitte April zurück aufs Spielfeld gehen. Foto: Wolfenberg