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Spielrunde mit dem OHV nimmt Form an

Erstellt von Ostfriesische Nachrichten: Silke Meyer | |   1. Herren

Für die Drittliga-Handballer des OHV Aurich wird die nach dem Saisonabbruch angebotene Spielrunde konkret. Die Gruppen sind eingeteilt, der Starttermin steht fest. Eins ist aber noch offen.

 

Aurich. Die geplante Spielrunde für die Drittliga-Handballer des OHV Aurich bekommt Struktur. Die Vertreter der insgesamt 28 Mannschaften, die nach der abgebrochenen Saison auf freiwilliger Basis für den alternativen Wettbewerb gemeldet haben, besprachen am Montagabend auf einer Videokonferenz erste Details. Geplanter erster Spieltag ist das Wochenende 10./11. April. Mehr als 50 Vertreter aus allen Vereinen beteiligten sich an der virtuellen Zusammenkunft. „Es gab ganz, ganz wenig Diskussionen“, sagte der Spielleiter der 3. Liga der Männer, Andreas Tiemann. Er hatte in Vorarbeit die 28 Teams nach regionalen Gesichtspunkten in vier Gruppen eingeteilt. Der OHV spielt zusammen mit fünf weiteren Vereinen aus der eigentlichen Staffel Nord-West in der Gruppe B. Das sind die Ahlener SG, das Team Handball Lippe II, die SG Schalksmühle-Halver Dragons, der ATSV Habenhausen und der TV Cloppenburg.

 

Die ESG Gensungen/Felsberg, die in dieser Saison ebenfalls Gegner der Auricher in der Staffel Nord-West gewesen wäre und für die Pokalrunde gemeldet hat, wurde der Gruppe C zugeordnet. Die ESG ist die einzige Mannschaft, die nicht ihrer eigentlichen Staffelzugehörigkeit entsprechend eingeteilt wurde. Eine andere regionale Zuordnung machte mehr Sinn.

 

Drei Spielmodi sind auf dem Tisch          

 

In der Gruppe A treten ebenfalls sechs Teams an. Sie gehörten zuvor alle zur Staffel Nord-Ost. Aus der Staffel Mitte haben sieben Mannschaften gemeldet, die in der Gruppe C spielen, plus die ESG Gensungen/Felsberg. Aus der Staffel Süd sind es acht Teams, die der Gruppe D zugeordnet wurden.

 

Entsprechend der Gruppenstärke hatte Tiemann jeweils zwei Spielmodi ausgearbeitet: „Ich habe versucht, auf die einzelnen Bedürfnisse einzugehen.“ Für die Gruppe B mit dem OHV ist eine Variante, eine Runde mit Hin- und Rückspielen auszutragen. Macht unter dem Strich zehn Spiele. Die Alternative: eine einfache Hinserie mit fünf Spielen. Die Rückserie würden danach die ersten drei Teams sowie die Mannschaften von Platz vier bis sechs spielen. Die Ergebnisse aus der Hinserie sollen mitgenommen werden. In der Rückserie würden damit drei Spiele gespielt. Macht im Vergleich zur ersten Variante insgesamt zwei Spiele weniger. Zwar wollten sich OHV-Teammanager Ewald Meyer, OHV-Trainer Arek Blacha und die beiden Geschäftsführer des wirtschaftlichen Trägers OHS, Lutz Günsel und Jörg Schmeding, am Dienstagabend noch einmal besprechen, für welchen Spielmodus sie sich entscheiden. Das Ergebnis lag bei Redaktionsschluss noch nicht vor. Meyer aber tendierte im Vorfeld zu der Runde mit Hin- und Rückspielen.

 

Bis Ende Mai maximal zehn Spieltage zur Verfügung

 

Eine dritte Möglichkeit hat die SG Schalksmühle noch ins Spiel gebracht. Sie stößt bei Meyer aber auf wenig Gegenliebe: „Danach hätten wir vielleicht nur sieben Spiele.“ Die SG schlägt vor, die sechs Teams der Gruppe B in zwei Dreiergruppen zu teilen. Mit der Ahlener SG, Handball Lippe II und der SG Schalksmühle in der einen Gruppe sowie dem OHV, Habenhausen und Cloppenburg in der anderen. Als Spielmodus schlägt die SG Hin- und Rückspiele vor mit einer anschließenden Siegerrunde für die Qualifikation um den DHB-Pokal. Entweder mit den Erst- und Zweitplatzierten im einfachen Format oder mit den beiden Siegern der Gruppen mit Hin- und Rückspiel. So hätten alle Mannschaften mindestens vier Spiele, die beiden Sieger sechs oder mit Halbfinale sogar acht Spiele, argumentieren die Schalksmühler. Sie stufen ihren Vorschlag vor dem regionalen Hintergrund, der Attraktivität und der Anzahl der Spieltage als etwas bessere Lösung ein. Die Schalksmühler wollen nun klären, ob es mit Blick auf den hohen Aufwand und die Kosten attraktiv genug ist, anzutreten. Vereinsvorsitzender Mark Schür macht der Kommission aber keinen Vorwurf. Die SG hatte sich mehr Mannschaften aus Nordrhein-Westfalen gewünscht. Die haben aber nicht gemeldet.

 

Aus der Gruppe B können sich zwei Mannschaften für den DHB-Pokal qualifizieren. Vereine, die nicht mehr an der Pokalrunde teilnehmen wollen, können noch bis Mittwoch ihre Mannschaft kostenfrei zurückziehen. Alternative Spielvarianten können bis Donnerstag eingebracht werden. Spätestens am 29. März will Tiemann die Spielpläne erstellt haben. Bis Ende Mai stehen maximal zehn Spieltage zur Verfügung. Der Terminplan sieht den 10./11. April als Auftaktwochenende vor. Es folgen der 17./18. April, 24./25. April, 1./2. Mai, 8./9. Mai, 11. bis 13. Mai (Dienstag bis Himmelfahrtsdonnerstag), 15./16. Mai, 22. Mai (Pfingstsonnabend), 24. Mai (Pfingstmontag) und der 29./30. Mai.

 

Schnelltests machen Spiele möglich

 

Möglich werden die Spiele, weil alle Beteiligten vorher Corona-Schnelltests absolvieren. Bei Auswärtsspielen müssen sich die Auricher gleich zweimal der Prozedur unterziehen. Vor der Abfahrt und vor Spielbeginn. „Das Testergebnis ist nur sechs Stunden aussagekräftig“, nennt Meyer den Grund. Nur, wenn die Auricher in Cloppenburg antreten, entfällt aufgrund der geringeren Entfernung der zweite Test.

 

„Ich freue mich, dass wir nach einer so langen Zeit endlich wieder gegen andere Mannschaften spielen dürfen“, sagte OHV-Trainer Blacha.

 

Ob die Spiele vielleicht sogar mit Zuschauern stattfinden können, war zwar am Montagabend kein Thema. Tiemann aber hat den Testlauf bei Hansa Rostock am Sonnabend interessiert verfolgt. Der Fußball-Drittligist war der erste Verein in Deutschland, der seit dem 1. November wieder vor Fans spielen durfte. 777 Zuschauer waren im Ostseestadion zugelassen, die sich zuvor alle einem Corona-Schnelltest unterziehen mussten. Tiemann will das Thema nicht ganz ad acta legen: „Für diese Runde kommt es vielleicht zu früh. Aber für die kommende Saison wäre es vielleicht ein Thema.“

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OHV-Torwart Edgars Kuksa und seine Teamkollegen können sich bald wieder ins Zeug legen und sich in der Pokalrunde mit anderen Mannschaften messen. So, wie sie es im Oktober im Punktspiel gegen LiT Tribe Germania getan haben. Foto: Wolfenberg