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OHV-Gegner machen Rückzieher

|   1. Herren

Für die Drittliga-Handballer des OHV Aurich reduziert sich der Spielplan im Ligapokal von zehn auf jetzt noch sechs Spiele. Zwei Vereine haben es sich anders überlegt.

Aurich. Die Drittliga-Handballer des OHV Aurich haben in dem alternativ zur abgebrochenen Saison ausgetragenen Ligapokal weniger Spiele als zunächst geplant. Mit der Ahlener SG und den Dragons der SG Schalksmühle-Halver haben zwei Vereine ihre Mannschaften kurzfristig zurückgezogen. Wie berichtet, waren die beiden Teams zusammen mit dem OHV Aurich, dem ATSV Habenhausen, dem TV Cloppenburg und der HSG Handball Lippe II in eine Gruppe eingegliedert worden.

 

Bis zum Donnerstag, 25. März, hatte der Spielleiter der 3. Liga der Männer, Andreas Tiemann, allen noch die Möglichkeit eingeräumt, ihre Mannschaften kostenfrei wieder abzumelden. Zuerst teilte die Ahlener SG am Mittwoch dem Spielleiter ihren Verzicht mit. Deren Absage war dann für die Schalksmühler der Auslöser, ihre Mannschaft ebenfalls zurückzuziehen. „Unter diesen Voraussetzungen macht es für uns keinen Sinn mehr, diese Runde zu spielen“, wird SG-Vorsitzender Mark Schür in der Meinerzhagener Zeitung zitiert.

 

Infektionsrisiko und Kosten waren zu hoch

 

Denn der Spielmodus, den die SG vorgeschlagen hatte und über den noch entschieden werden musste, war mit dem Rückzug der Ahlener nicht mehr umzusetzen. Die Idee der SG war gewesen, die sechs Teams in zwei Dreiergruppen zu teilen. Die drei Nordteams in der einen, die drei aus Nordrhein-Westfalen in der anderen. Mit dem Rückzug der Ahlener sprach alles für einen Modus mit Hin- und Rückspiel. Die Schalksmühler stuften die Auswärtsfahrten nach Aurich, Habenhausen und Cloppenburg aber vor dem Hintergrund des Infektionsrisikos in Pandemiezeiten und aufgrund der Kosten, die für die Busfahrten und die jeweils zweimaligen Schnelltests angefallen wären, als nicht vernünftig ein.

 

Für Tiemann ist auch die Landesregierung mit Schuld daran, dass aus Nordrhein-Westfalen mit dem Team Handball Lippe II jetzt nur noch eine Mannschaft vertreten ist. Im Süden und in der Mitte Deutschlands hätten die Mannschaften, im Gegensatz zu Nordrhein-Westfalen, schon lange ohne Einschränkungen trainieren dürfen, sagte Tiemann gegenüber der Meinerzhagener Zeitung.

 

Lieber sechs Spiele als gar keine

 

Ewald Meyer, OHV-Teammanager, ist zwar enttäuscht über die Entwicklung: „Wir haben aber lieber sechs Spiele als gar keine.“ Für die Auricher stand zwar im Vordergrund ihrer Meldung für den Ligapokal spielen, spielen, spielen. Der Anreiz, sich für den DHB-Pokalwettbewerb qualifizieren zu können, spielte da nur eine untergeordnete Rolle. Die Chancen, dies zu schaffen, sind jetzt aber gestiegen. Zumal das Team Handball Lippe II sich nicht für den DHB-Pokal qualifizieren kann. Zweite Mannschaften sind nicht teilnahmeberechtigt.

 

War der DHB-Pokal in der Vergangenheit für viele Drittligisten eher ein ungeliebter Wettbewerb, weil wenig attraktiv, hat sich das inzwischen geändert. Bereits in der ersten Runde sind schon die Zweitligisten dabei. Ein Drittligist hätte bei solch einem Aufeinandertreffen automatisch Heimrecht. Und bereits ab der zweiten Runde mischen auch die Erstligisten mit.

 

Wann für den OHV jetzt die Ligapokalspiele beginnen, steht noch nicht fest. Eigentlich sollte der 10./11. April das erste Spielwochenende sein. Mit Blick auf das dezimierte Programm wäre jedoch auch ein späterer Einstieg möglich.

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Auch wenn die Mannschaft des OHV (mit Ball Bruno Levak) in der Ligapokalrunde weniger Spiele hat als gedacht, freut sie sich drauf. Archivfoto: Wolfenberg