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OHV jubelnder Sieger gegen SC Magdeburg II

Erstellt von Ostfriesische Nachrichten: Silke Meyer | |   1. Herren

Handball-Drittligist OHV Aurich hat im Ligapokal mit 33:25 Toren gegen den SC Magdeburg II gewonnen. Einer trug maßgeblich zum Sieg bei. Obwohl er allein die Stellung halten musste.

Aurich. Vieles haben die Drittliga-Handballer des OHV Aurich in ihrem zweiten Spiel im Ligapokal besser gemacht als in ihrer Auftaktpartie. Lohn dafür war am Sonnabend in der Sparkassen-Arena ein ungefährdeter 33:25-Sieg gegen den Bundesliganachwuchs des SC Magdeburg II. Eine Woche zuvor mussten die Auricher mit einem unbefriedigenden Unentschieden gegen den ATSV Habenhausen leben.

 

 Wie bereits in dem Spiel war auch der Auftakt gegen den SC verheißungsvoll. Und doch anders, weil diesmal der Torwart im OHV-Team eine tragende Rolle spielte. Frederick Lüpke hatte mit seinen Paraden einen Riesenanteil daran, dass es gut lief für die Auricher.

 

OHV trat nur mit einem Torhüter im Team an

 

In Serie scheiterten die Magdeburger in aussichtsreicher Position an ihm. Nur zweimal gelang es ihnen in der ersten Viertelstunde, an Lüpke vorbeizukommen. Beide Male über die rechte Außenseite durch Richard Lößner. Der OHV hatte zu dem Zeitpunkt bereits siebenmal getroffen. „Der Vorsprung war sein Verdienst“, lobte OHV-Trainer Arek Blacha seinen Torwart.

 

 

Lüpke blieb bis zum Schluss eine Bank im OHV-Tor. Er kam am Ende auf 22 Paraden. So ging die heikle Ausgangslage auf der Torwartposition für den OHV gut aus. Denn Edgars Kuksa musste mit Problemen an der linken Schulter passen. Und auch Marten Jungvogel stand für einen Einsatz nicht zur Verfügung. Er war am Freitag im Training mit dem Fuß unglücklich auf den Ball getreten und umgeknickt. Lüpke war zwar der Leuchtturm in der Defensive des OHV. Die Abwehr verdiente sich aber auch insgesamt bessere Noten als im Spiel gegen den ATSV Habenhausen, war engagierter, schneller auf den Beinen. „Wir haben nicht zugelassen, dass die Magdeburger in die Schnittstellen gehen konnten“, lobte Blacha die Arbeit in der Deckung. Auch im Angriff legte seine Mannschaft im Vergleich zur Vorwoche zu. „Da waren schon ein paar richtig geile Aktionen dabei“, so Blacha. Es gab aber auch die andere Seite. Wie drückte es der Trainer aus? „Wir haben uns nicht geschont, technische Fehler zu machen.“ Und insgesamt sah er sein Team noch weit weg von der normalen Leistung.

 

Aufregender Einsatz für zwei Nachwuchsspieler

 

 

Aber immer wieder blitzte das Können auf. Speziell im Angriff beim Zusammenspiel mit dem Kreisläufer. Sowohl Nikita Pliuto als auch Jannes Hertlein nutzten dort die Anspiele aus dem Rückraum, für die insbesondere Kevin Wendlandt sorgte. Bitter allerdings, dass Josip Crnic Mitte der ersten Halbzeit schulterverletzt ausscheiden musste, nachdem ein Magdeburger versucht hatte, ihn an einem langen Pass zu hindern. Mit einem Vier-Tore-Vorsprung (17:13) ging der OHV in die Halbzeitpause und knüpfte anschließend an die zuvor gezeigte Leistung an.

 

Nicht weniger aufregend verlief der Einsatz für Meeno Reshöft, der in der Schlussphase auf der linken Außenseite ins Spiel kam. Dem A-Jugendlichen aus dem eigenen OHV-Nachwuchs gelang in der Schlussminute mit dem 32:24 sein erstes Tor im Drittligateam. Sehr zur Freude auch seiner Mitspieler, die sich jetzt auf eine Kiste Bier freuen dürfen. Es ist der Einstandspreis, den ein „Neuling“ für seinen ersten Treffer zahlt. Reshöft setzte mit seinem Treffer zum 33:25 dann sogar noch einen drauf und damit den Schlusspunkt. Blacha war am Ende auch deswegen stolz auf seine Mannschaft, weil sie über die gesamten 60 Minuten auf einem Level gespielt hatte.

 

OHV Aurich - SC Magdeburg II 33:25 (17:13)

OHV Aurich: Lüpke; Cuk (2 Tore), de Buhr (4), Wendlandt (4), Günsel (2), Fuhrmann, M. Pliuto, N. Pliuto (5), Wark (2), Schweigart (4/davon 2 Siebenmeter), Hertlein (7), Reshöft (2), Levak, Crnic (1/1).

SC Magdeburg II: Behrendt, Fiedler; Meyer, Döbler (3), Haake (1), Ruddat (4), Eberhard (2), Hein, Schramm, Most (1), Panoven (3), Schöll (5), Lößner (4), Kroll (2/2).

Zeitstrafen: OHV 4 Minuten – SC 10.

Siebenmeter: OHV 3/3 verwandelt – SC 2/2.

Schiedsrichter: Max Eilers / Philipp Jandt (Hatten-Sandkrug).

Torfolge: 2:2 (5. Minute), 7:2 (13.), 12:5 (19.), 14:8 (24.), 14:11 (28.), 17:13 (30.); 19:14 (33.), 21:15 (39.), 24:19 (46.), 28:22 (51.), 30:23 (56.), 33:25 (60.).

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Zwei aus dem OHV-Team, die nach dem Sieg gegen den SC Magdeburg II allen Grund zu ausgelassener Freude hatten: Torwart Frederick Lüpke, der etliche Paraden zeigte und der A-Jugendspieler Meeno Reshöft nach dessen ersten Toren für das Auricher Drittliga-Team anschließend auf die Schulter nahm. Fotos: Wolfenberg
OHV-Torhüter Marten Jungvogel war mit dem Fuß umgeknickt und musste zuschauen.
Kevin Wendlandt traf nicht nur dreimal selbst für den OHV gegen den SC Magdeburg II, sondern gab für weitere Tore den entscheidenden Pass.