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OHV-Handballer starten in knifflige Saison

Erstellt von Ostfriesische Nachrichten: Silke Meyer | |   1. Herren

Mit einem Heimspiel gegen LiT 1912 II beginnt für den OHV Aurich am Sonntag die Vorrunde in der 3. Handball-Liga. Eins wollen die Auricher unbedingt vermeiden.

 

Aurich - Der Auftakt in die Saison war ein besonderes Erlebnis. Als die Drittliga-Handballer des OHV Aurich am vergangenen Sonnabend im DHB-Pokal dem Zweitligisten TV Großwallstadt das Siegen schwer und mit ihrem Auftritt Werbung für den Handball gemacht haben. Drauf an kommt es jetzt aber in der Fortsetzung. Wenn es um Punkte geht. Der OHV startet am Sonntag (17 Uhr) mit einem Heimspiel in der Sparkassen-Arena gegen LiT 1912 II.

 

Wie es ist, wieder vor Zuschauern zu spielen, haben die Auricher Spieler bereits genießen dürfen. Überhaupt die Atmosphäre. Zum Spiel in die Arena einzulaufen. „Das sind ganz besondere Momente. Darauf freut man sich“, sagt OHV-Mannschaftsführer Jonas Schweigart. Die Auricher haben zwar mit ihrer Leistung gegen den TV Großwallstadt viel Selbstvertrauen tanken können. Aber in ein erstes Punktspiel zu gehen, ist dann doch noch etwas anderes als in ein DHB-Pokalspiel, in dem der Gegner den Druck hatte. „Im Punktspiel kommt dann noch die Nervosität dazu“, sagt OHV-Trainer Arek Blacha. Ruhe zu bewahren ist deshalb für ihn eine Voraussetzung, um eine erfolgreiche Saison zu spielen. Die wird zu einem Großteil auch Kopfsache. Das ist allein schon der Ausschreibung geschuldet.

 

 Ziel ist ein Platz unter den ersten sechs Mannschaften

 

Da die Zahl der Mannschaften, die diese Saison in der 3. Liga spielen, coronabedingt auf 82 gestiegen ist, treten die in sieben Staffeln zunächst in einer Vorrunde an. Zwölf Teams umfasst die Staffel B mit dem OHV. Sie spielen eine Hin- und Rückrunde nach dem Modus jeder gegen jeden. Danach geht’s weiter mit einer Aufstiegsrunde, einer Platzierungsrunde sowie einer Runde, die über den Verbleib in der 3. Liga entscheidet. Insgesamt müssen 26 Mannschaften am Ende in die Oberliga absteigen. Um nicht in die Staffel der abstiegsgefährdeten Teams zu geraten, müssen die Auricher am Ende ihrer Vorrunde einen Platz unter den ersten Sechs belegen. „Das ist unser Ziel“, sagt Blacha.

 

 Mit Blick auf die in der Vorbereitung und im Pokalspiel gezeigten Leistungen geht er optimistisch gestimmt in die Saison. Auch Schweigart ist zuversichtlich: „Wenn wir gegen LiT so verteidigen wie im Pokalspiel, sind wir ein gutes Stück weiter. Wir müssen über die Abwehr kommen.“ Und über Emotionen. Für den OHV kommt der Auftaktgegner einer Wundertüte gleich. Die Auricher treffen zwar nicht zum ersten Mal auf Lit 1912 II, die seit 2020 eine Spielgemeinschaft mit dem Zweitligisten TuS Nettelstedt/Lübbecke bilden. Aber vor dieser Saison gibt es so gut wie keine Informationen über die Mannschaft. Am 16. Februar stellte der Verein zuletzt Marten Franke vom Zweitligisten ASV Hamm als Neuzugang für die Saison 2021/22 vor.

 

1000 Zuschauer in der Sparkassen-Arena erlaubt

 

Blacha arbeitete daher in der Vorbereitung auf das Spiel mit Archivmaterial. Aber das ist noch gar nicht so alt. Denn in der vergangenen, abgebrochenen Saison gehörte das Spiel gegen LiT zu den ganz wenigen, die der OHV spielen konnte. Das war am 11. Oktober 2020. Es war auch das erste Heimspiel der Saison. Der OHV gewann 31:28. Die Entscheidung fiel in einem packenden Spiel in den letzten drei Minuten. OHV-Torwart Edgars Kuksa hatte mit seinen Paraden in der Schlussphase maßgeblichen Anteil am Sieg.

 

Blacha setzt auch am Sonntag auf seine Torhüter sowie auf eine gute Abwehr. Zum Team wird dann auch Neuzugang Petar Puljic gehören. Er musste am vergangenen Sonnabend im Pokalspiel gegen den TV Großwallstadt noch auf der Tribüne sitzen, da seine Spielberechtigung noch nicht vorlag. Die kam am Montag früh. „Mit ihm haben wir noch ein bisschen mehr Möglichkeiten“, sagt Blacha. Er dämpft aber auch zu große Erwartungen in den Neuzugang: „Petar macht sein erstes Punktspiel.“ Verzichten muss Blacha aber weiterhin auf den knieverletzten Wilke de Buhr.

 

Zum Spiel des OHV in der Sparkassen-Arena sind am Sonntag bis zu 1000 Zuschauer erlaubt. Karten für das Spiel gibt es an der Tageskasse. Beim Einlass gilt das 3G-Prinzip. Geimpfte, genesene und getestete Personen sind zugelassen, müssen den entsprechenden Nachweis aber auch vorlegen.

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Im DHB-Pokal überzeugten die OHV-Spieler (im Bild Jannes Hertlein) gegen den höherklassigen TV Großwallstadt. Am Sonntag geht es für die Auricher erstmals um Punkte. Foto: Bernd Wolfenberg