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Es geht um mehr als zwei Punkte

Erstellt von Ostfriesische Nachrichten: Silke Meyer | |   1. Herren

Das Spiel des OHV in Habenhausen ist genau so spannungsgeladen wie zuletzt das Derby – aber aus einem anderen Grund

 

Schnell zurück an die Arbeit: So haben die Drittliga-Handballer des OHV Aurich auf die bittere Derby-Niederlage gegen den Wilhelmshavener HV vom Sonnabend reagiert und sich eifrig ins Training gestürzt. Denn bereits an diesem Sonnabend (19.30 Uhr) steht ein nächstes Punktspiel an, das im Vorfeld für nicht weniger Spannung als das Derby sorgt. Die Auricher treten beim ATSV Habenhausen an. „Das ist ein Vier-Punkte-Spiel“, sagt OHV-Trainer Arek Blacha.

 

Ein Vier-Punkte-Spiel deshalb, weil beide Mannschaften in der Tabelle aktuell um den Platz kreisen, den es mindestens braucht, um am Ende nicht in den Abstiegsrundenbereich zu rutschen. Platz sechs. Und das ist das Ziel beider Mannschaften.

 

Spiele zwischen dem OHV und Habenhausen haben seit jeher etwas Spezielles. Die Auricher haben sich in diesen Aufeinandertreffen immer schwergetan. Zuletzt Anfang April in der Liga-Pokalrunde in eigener Halle. Es war für beide Teams das erste Spiel nach der langen Corona-Zwangspause. Der OHV führte eine Minute vor Schluss 32:30, musste sich am Ende aber mit einem 32:32 begnügen.

 

Im Kern sei die Habenhauser Mannschaft zusammengeblieben und spiele auch schon lange so zusammen, so Blacha. Haupttorschützen im ATSV-Team sind in dieser Saison bisher aber zwei, die im April noch nicht dazu gehörten: Lukas Feller und Neuzugang Julian Kragesteen, ein Nationalspieler der Färöer-Inseln.

 

Es ist am Sonnabend auch das Aufeinandertreffen zweier Enttäuschten. Vielleicht verloren die Habenhauser nicht ganz so schmerzhaft wie die Auricher ihr Derby. Aber enttäuscht waren sie nach ihrer knappen 30:32-Niederlage beim ASV Hamm II ebenso. Trotz der 32 kassierten Tore bescheinigte Blacha dem ATSV eine sehr gute Abwehrleistung. „Nicht spektakulär, aber effektiv“, so beschreibt der OHV-Trainer den Stil der Habenhauser. Die haben bisher als einzige Mannschaft der Staffel gegen Spitzenreiter Wilhelmshavener HV gewonnen.

 

Es war ein Ergebnis, mit die Habenhauser die Liga aufhorchen ließen. Aber auch die Leistung, die die Auricher gegen Wilhelshaven gezeigt haben, beeindruckte. „Über solch ein Ergebnis am Ende muss man sich ärgern. Klar“, sagt Blacha. Im Training aber hat er schnell den Eindruck gewonnen, dass seine Mannschaft es gut verdaut hat: „Die Jungs waren mit viel Engagement und Einsatz bei der Sache.“ So, wie es im Moment aussieht, kann Blacha die gleiche Mannschaft aufbieten wie im Derby.

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Das Derby gegen den Wilhelmshavener HV haben die Spieler des OHV (im Bild Sören Fuhrmann) abgehakt. Mit neuem Schwung gehen sie jetzt am Sonnabend in die Partie beim ATSV Habenhausen. Foto: Bernd Wolfenberg