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Aktuelles

Auf junge Spieler kommt es an

Erstellt von Silke Meyer, ON-Digital vom 18.10.2019 | |   1. Herren Vorbericht

Beim OHV muss derzeit, anders als gedacht, der Nachwuchs Verantwortung übernehmen – auch Sonntag beim Tabellendritten

Aurich. Auf die eine Spitzenmannschaft folgen für den OHV die nächsten Top-Teams: die Auricher Drittliga-Handballer bekommen es im Dreierpack mit den führenden Mannschaften der Liga zu tun. Am vergangenen Sonntag verloren sie ihr Heimspiel gegen den Tabellenzweiten TuS Spenge. Am kommenden Sonntag (17 Uhr) müssen sie beim Tabellendritten, der HSG Bergische Panther, antreten. Und am Sonnabend drauf beim aktuellen Tabellenführer Wilhelmshavener HV. Aber das Spiel ist eine andere Sache. Die ganze Konzentration 

der Auricher gilt den „Panthern“. 

 

Ein Blick zurück auf die 22:33-Niederlage der Auricher gegen den TuS Spenge: Das Spiel haben die Trainer in dieser Woche nicht mehr groß zum Thema gemacht. „In dem Spiel hat man gesehen, dass in dieser Liga jeder Fehler gnadenlos bestraft wird“, sagt OHV-Co-Trainer Eric Hettmann. Da habe die Mannschaft Lehrgeld zahlen müssen. Die klare Niederlage passt so gar nicht zu den meisten bisherigen Ergebnissen der Saison allgemein. „In dieser Liga ist alles ganz, ganz knapp“, sagt Hettmann. Deshalb will er das klare Endergebnis des OHV gegen Spenge auch nicht zu hoch bewerten. Die Spenger selbst sprachen anschließend von einer Galavorstellung, die sie in der zweiten Halbzeit gezeigt hätten. Ein Kompliment machten sie den Aurichern für die Rahmenbedingungen. Die Sparkassen-Arena und das Publikum seien absolut bundesligareif. 

Der Blick auf das nächste OHV-Spiel, dann bei den Bergischen Panthern: Eins steht schon fest. Die Auricher können beim Tabellendritten nur positiv überraschen. Das heißt allerdings nur, dass sie nicht unter dem Druck stehen, gewinnen zu müssen. „Wir nehmen aber jede Aufgabe an und wollen das Maximum rausholen“, sagt Hettmann. Schließlich steige die Mannschaft nicht morgens um zehn Uhr in den Bus, um Punkte liegenzulassen. 

Spiele gegen Top-Teams sind für den OHV auch eine Chance: Die Auricher sehen die Spiele gegen die Top-Teams auch als eine Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln. Vor allen Dingen unter den derzeitigen personellen Voraussetzungen, wenn Routiniers fehlen. „Derzeit müssen junge Spieler Verantwortung übernehmen, die eigentlich erst langsam herangeführt werden sollen“, so Hettmann. Wie zum Beispiel Nikita Pliuto, der gerade erst aus dem A-Jugend-Alter heraus und jetzt nahezu 60 Minuten in Abwehr und Angriff eingesetzt ist. Oder der Noch-A-Jugendliche Jonas Wark. Beide sind aber bereits jetzt wichtige Optionen für den Fall der Ausfälle. 

 

Die bisherige Bilanz der Bergischen Panther: Die HSG, eine Spielgemeinschaft der Vereine Burscheider TG, TG Hilgen und TV Witzhelden aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis, hat in dieser Saison erst zwei Spiele verloren – bei Zweitliga-Absteiger Eintracht Hagen und zu Hause gegen den Wilhelmshavener HV. Der Sieg der Panther am vergangenen Sonntag bei Aufsteiger LiT Tribe Germania war allerdings glücklich. Simon Wolter traf in seinem ersten Spiel nach siebenmonatiger gesundheitsbedingter Pause mit der Schlusssirene zum 31:30. Bereits in der vergangenen Saison gehörte die HSG zu den Top-Teams. Die beendete sie auf Platz drei. Im Team der Panther ist seit dieser Saison neu mit Henning Padeken ein Spieler, der zwei Jahre (2010/11 und 2011/12) zum Kader des OHV gehörte. 

 

Die personelle Situation beim OHV: Die Auricher müssen nach operiertem Nasenbeinbruch weiterhin auf Abwehrspezialist Kevin Wendlandt verzichten. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Jannes Hertlein. Er war im Spiel gegen den TuS Spenge mit Adduktorenproblemen ausgeschieden, mit denen er seit Wochen zu tun hat. 

Gegen den TuS Spenge hatten die Auricher (mit Ball Oliver Staszewski) einen schweren Stand. Am Sonntag treffen sie auf eine weitere Topmannschaft der Liga. Dann müssen sie beim Tabellendritten HSG Bergische Panther antreten. Foto: Friedrichs