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Im Einsatz für eine Mini-Chance

Erstellt von Silke Meyer, ON-Digital vom 09.05.2018 | |   1. Herren

OHV spielt in Hamburg-Barmbek um einen vielleicht frei werdenden Platz in der 3. Liga / Personelle Planungen stimmen zuversichtlich

OHV spielt in Hamburg-Barmbek um einen vielleicht frei werdenden Platz in der 3. Liga / Personelle Planungen stimmen zuversichtlich 

Aurich. Es geht um eine kleine Chance: Sportlich wollen die Handballer des OHV Aurich deshalb alles ausschöpfen, was möglich ist, um vielleicht doch noch in der 3. Liga bleiben zu können. Entsprechend motiviert gehen sie als Tabellendrittletzter der Staffel West am Donnerstag in ihr erstes Spiel der Abstiegs-Relegationsrunde. Um 15 Uhr treten sie bei der HG Hamburg-Barmbek an, die in der Staffel Nord den drittletzten Platz belegt. „Wir wollen uns am Ende nicht vorwerfen müssen, die Chance nicht genutzt zu haben“, sagt OHV-Trainer Arek Blacha. 

Alle Konzentration der Auricher gilt zwar in dieser Woche den Relegationsspielen. Am Sonntag um 17 Uhr empfangen sie die Hamburger zum Rückspiel in der Sparkassen-Arena. Zugleich arbeiten sie aber auch an der sportlichen Zukunft. Sowohl für die in der Oberliga als auch vielleicht doch für eine weiterhin in der 3. Liga. „Wir haben bereits Gespräche geführt und werden weitere führen“, sagt OHV-Teammanager Ewald Meyer. „Die Stimmung insgesamt ist aber recht positiv.“ Sollten sich die personellen Perspektiven auf der Ebene weiter entwickeln, dann wird Arek Blacha die Mannschaft auch weiter trainieren. 

Die Relegationsrunde mit den Drittletzten der vier Drittliga-Staffeln wird vorsorglich ausgetragen, falls doch noch ein Platz in der 3. Liga frei werden sollte. Danach sieht es zwar, Stand jetzt, nicht aus. Nach Berichten der Neuen Deister-Zeitung hat aber Drittligist Handballfreunde Springe finanzielle Probleme. 

Und wie schnell sich etwas tun kann, zeigt sich bereits in der Relegationsrunde. Der Drittletzte der Staffel Süd, der TV Neuhausen, verzichtet nach vereinsinternen Querelen auf eine Teilnahme. Auslöser dafür ist, ob die Handball GmbH Insolvenz anmelden muss oder nicht. Der TV Gelnhausen als Drittletzter der Staffel Ost steht damit als Gegner fest, mit dem es der Sieger des NordWest-Vergleichs und dann zwei Spielen mehr in den Knochen am Pfingstwochenende zu tun bekommen wird. 

Die Mannschaft des OHV ist motiviert genug, bei aller Enttäuschung über das Saisonende, für die Partie gegen die Hamburger noch einmal alle Kräfte zu mobilisieren. Die Leistung, die die Auricher gegen die SG Menden gezeigt haben, macht Mut. Da haben sie nie wie ein Absteiger gespielt. „Gegen die Hamburger wollen wir bestätigen, dass wir es nicht verdient haben, in der Relegationsrunde gelandet zu sein“, sagt Blacha. 

Er ist immer noch angetan davon, wie seine Spieler gegen die SG Menden als Mannschaft aufgetreten sind. Diese Emotionen möchten die Auricher mit nach Hamburg nehmen. Noch lange nach dem Spiel am Sonnabend hatten sie zusammengesessen, die Saison sacken lassen. Jetzt wollen sie sie in der Verlängerung engagiert noch einmal anpacken. Die Auricher werden in Hamburg vermutlich mit der Mannschaft antreten, die sich gegen die SG Menden so stark präsentiert hat. Ein Fragezeichen steht allerdings verletzungsbedingt noch hinter dem Einsatz von Michael Schröder. 

Motiviert und engagiert traten die Spieler des OHV (mit Ball Paul Jordan) im letzten Spiel der Saison gegen die SG Menden auf. Solch eine Energieleistung wollen die Auricher auch am Donnerstag im Relegationsspiel bei der HG Hamburg-Barmbek zeigen. Foto: Wolfenberg