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OHV II überrascht gegen Tabellennachbarn

Erstellt von Ostfriesische Nachrichten: Silke Meyer | |   2. Herren

Die Verbandsliga-Handballer des OHV Aurich II haben mit ihrem 35:30-Sieg gegen den aufstiegsambitionierten Wilhelmshavener HV II überrascht. Einer hatte daran besonders großen Anteil.

 

Aurich. Sie sind zwar Tabellennachbarn und gehören zum Quintett in der Handball-Verbandsliga, das um den Aufstieg in die Oberliga mitspielt. Dass Aufsteiger OHV Aurich II am Sonnabend aber gegen den Wilhelmshavener II gewann, fällt trotzdem in die Rubrik Überraschung. Die Auricher siegten in einem über weite Strecken ausgeglichenen Aufeinandertreffen der Drittliga-Reserven vor großer Kulisse mit 35:30 Toren.

 

Die Wilhelmshavener waren mit einem 14-köpfigen Kader angetreten, zu dem einige Spieler gehörten, die bereits im damaligen Zweitligateam des Vereins zum Einsatz gekommen waren. Anders der OHV II mit seinen elf Spielern, von denen Trainer Patrick Tulikowski nach einer Viertelstunde Jonas Speckmann auch noch knieverletzt streichen musste, und einzig mit Torwart Frederik Möhlmann aus Drittligazeiten mit der ersten OHV-Mannschaft.

 

Torwart macht den Unterschied

 

Für die Wilhelmshavener machte Möhlmann aber den Unterschied. Bei Tulikowski klang das so: „Er hat einen guten Tag gehabt.“ Schon in der ersten Halbzeit, in der die Auricher Abwehr ihre Probleme vor allem mit WHV-Kreisläufer Thorben Hackstein hatte, zeigte Möhlmann seine Klasse. Hackstein hatten die Auricher schon im verlorenen Hinspiel nicht in den Griff bekommen. Und jetzt wieder. Aber da war ja noch Möhlmann im Tor. Dass die Auricher zur Halbzeit nur mit drei Toren zurücklagen (16:19), war sein Verdienst. Tulikowski führte die Leistung seiner Mannschaft bis dahin auch darauf zurück, dass ein Teil der Spieler derzeit nur eingeschränkt am Abschlusstraining teilnehmen kann.

 

Mit entsprechenden Trainer-Ansagen in die zweite Halbzeit zurückgekehrt, bekamen die Auricher die Kurve. Auch deshalb, weil Möhlmann, so Tulikowski, jetzt richtig gut war. Für WHV-Spielertrainer Matej Kozul leistete Möhlmann Übermenschliches.

 

Die Auricher steigerten sich aber auch im Allgemeinen. Die Abwehr stand insgesamt besser, so dass die Auricher über ihre Stärke, die Gegenstöße und erweiterten Gegenstöße, zu Toren kamen. So machten sie zwischen der 42. und 52. Minute aus einem 24:23 ein 31:26.

In den letzten Minuten bremste Tulikowski sein Team dann aus. „Das Tempo hätten wir nicht durchgehalten“, sagte er. Seine Mannschaft brachte den Vorsprung über die Zeit.

Frederik Möhlmann war beim Sieg des OHV Aurich II gegen den Wilhelmshavener II der große Rückhalt. Archivfoto: Wolfenberg