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OHV-Handballer müssen sich mit Unentschieden begnügen

Erstellt von Ostfriesische Nachrichten: Silke Meyer | |   1. Herren Spielberichte

In ihrem ersten Ligapokal-Spiel gaben die Drittliga-Handballer des OHV Aurich beim 32.32 gegen ATSV Habenhausen in der letzten Minute einen Zwei-Tore-Vorsprung noch ab. Und waren trotzdem glücklich.

Aurich. Die Mannschaft des OHV Aurich ist zurück auf der Handball-Bühne. Auf der fehlten coronabedingt zwar die Zuschauer, die von den Spielern auch vermisst wurden. Aber sie waren trotzdem glücklich, überhaupt wieder spielen zu dürfen. Nach einem halben Jahr Zwangspause. Die fehlende Spielpraxis schlug sich dann aber auch gleich in ihrem ersten Spiel des Ligapokalwettbewerbs im Ergebnis nieder. Sie mussten sich gegen den ATSV Habenhausen mit einem 32:32 begnügen. Nach einem Bilderbuch-Auftakt und einer 32:30-Führung eineinhalb Minuten vor Schluss.

 

„Man hat gesehen, was gefehlt hat. Genauigkeit und Spritzigkeit“, sagte OHV-Trainer Arek Blacha. Die letzten Sekunden seien ärgerlich gewesen. „Aber das gehört dazu“, so Blacha. Ab der 48. Minute hatten die Auricher nach einem zuvor engen Spielverlauf mit wechselnden Führungen die Tore vorgelegt. Als Kevin Wendlandt in der 56. Minute aus dem Rückraum zum 31:28 für den OHV traf, nahm Habenhausens Trainer Matthias Ruckh eine Auszeit. Und schickte eine Mannschaft zurück ins Spiel, die mächtig wirbelte. Im Angriff mit einem siebten Feldspieler für den aus der Partie genommenen Torwart. Und in der Abwehr mit einer offenen Deckung.

 

Chancen zum Sieg nicht genutzt

 

Der OHV kam damit zwar klar, und auch zu Chancen, nutzte aber nur durch Maxim Pliuto, der von der linken Außenseite erst an den Innenpfosten und dann ins Tor traf, nur eine. Zweimal war es der eigentlich von der rechten Außenseite so treffsichere Josip Crnic, der in der Schlussphase patzte. Einmal setzte er den Ball neben das Tor. Es wäre das 32:29 gewesen. Das zweite Mal schloss er in aussichtsreicher Position nicht selbst ab, sondern passte den Ball auf die linke Seite. Der fand dort jedoch keinen Auricher Fänger. Stattdessen bewiesen die Habenhauser Auge. ATSV-Spieler Felix Meier schnappte sich den Ball und traf mit einem Pass über das gesamte Spielfeld ins leere Auricher Tor zum 32:32. Denn auch der OHV hatte seinen Torwart für den Angriff aus dem Spiel genommen. Je länger das Spiel dauerte, desto mehr waren die Mannschaften auf Betriebstemperatur gekommen und zeigten handballerisches Temperament.

 

In der ersten Halbzeit schienen sich beide hingegen noch akklimatisieren zu müssen. Wobei die Auricher kaum besser ins Spiel hätten finden können. „In den ersten 15 Minuten haben wir richtig Gas gegeben“, sagte Blacha. 9:4 führte seine Mannschaft, in der Jonas Schweigart zunächst fehlte. Hinter seinem Einsatz hatte von vornherein ebenso wegen einer Zerrung ein Fragezeichen gestanden wie hinter dem von Torwart Frederick Lüpke. Beide kamen aber ab der 20. Minute nach einer Auszeit des OHV (Habenhausen hatte von 8:12 auf 11:12 verkürzt) auf Dauer zum Einsatz.

 

32 kassierte Tore sind zu viel

 

Blacha brachte aber nicht nur Schweigart und Lüpke neu ins Spiel. Aus der Anfangsformation, die mit einer starken Abwehr überzeugt hatte und sich auch im Angriff Bestnoten verdiente, spielten nur Jonas Wark und Lukas Günsel noch weiter. Zu seinem ersten Einsatz im Drittligateam kam der A-Jugendliche Meeno Reshöft. Habenhausen aber traf weiter. Aus dem Vier-Tore-Vorsprung des OHV (12:8) war ein Zwei-Tore-Rückstand (12:14) geworden. „Wir haben nach dem guten Anfang ein bisschen den Faden verloren“, so Schweigart.

 

Vor allem ATSV-Spieler Bjarne Budelmann konnten die Auricher nicht bremsen. „Das haben wir läuferisch nicht hinbekommen“, analysierte Blacha. In der zweiten Halbzeit aber habe seine Mannschaft Charakter gezeigt.

 

„Wir hatten es selbst in der Hand“, sagte Schweigart mit Blick auf das Endergebnis. 32 Tore zu werfen sei ja okay. „Aber 32 Tore zu kassieren ist einfach auch zu viel“, fügte er selbstkritisch hinzu. Glücklich, wieder gespielt zu haben, waren alle aber trotzdem.

Einsatz zeigte OHV-Spieler Nikita Pliuto gegen Habenhausen nicht nur im Angriff am Kreis, sondern auch in der Abwehr. Foto: Wolfenberg
 

Die OHV-Geschäftsstelle bleibt coronabedingt bis auf Weiteres geschlossen!