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OHV Aurich gewinnt ruppiges Spiel

Erstellt von Silke Meyer, ON-Digital vom 30.09.2018 | |   1. Herren Spielberichte

Oberligist OHV Aurich hat beim TuS Rotenburg mit 18:15 Toren gewonnen. Das einsatzbetonte Spiel hatte mit Handball wenig zu tun.Bitter für den OHV: Kevin Wendlandt schied schulterverletzt aus.

Rotenburg. Es war einfach nur gruselig. Das Gute wenigstens daran: die Oberliga-Handballer des OHV Aurich haben am Sonnabendabend beim TuS Rotenburg gewonnen. Mit einem Ergebnis, das auch ein Halbzeitstand hätte sein können – 18:15. Das Bittere: Sie sind nicht heil aus dem Spiel gekommen. Besonders schmerzhaft: Kevin Wendlandt musste bereits nach zwölf Minuten mit ausgekugelter Schulter ins Krankenhaus.

18:15 – das Ergebnis spricht Bände über das, was sich in der Abwehr abspielte. Dass die Rotenburger über den Kampf den Erfolg suchen, das wussten die Auricher und hatten sich darauf eingestellt. Mit ihrer robusten Gangart sind die Rotenburger bereits in der vergangenen Saison negativ aufgefallen und waren am Ende mit elf Roten Karten und 134 Zeitstrafen Spitzenreiter in der Strafentabelle.

OHV-Spieler fällt schulterverletzt aus 

Aber von Anfang an. Es war Wendlandt, der in der zweiten Minute per Gegenstoß zum 1:0 für den OHV traf. Er hatte den Ball als aufmerksamer Abwehrspieler selbst stibitzt. Er war in den ersten Minuten der ruhende Pol im Auricher Spiel gegen wie angestochen auftretende Rotenburger. Die fünfte Spielminute: nach einer Abwehraktion der Auricher gegen TuS-Spieler Lukas Misere zeigten die Schiedsrichter Jonas Schweigart die Rote Karte und bestraften damit definitiv den Falschen. Es war dann Wendlandt, der mit seiner unaufgeregten Art versuchte, in diesem wilden Spiel Dampf aus den Auricher Reihen zu nehmen. Die zwölfte Spielminute, der OHV in der Defensive: Wendlandt bleibt nach einer Abwehraktion verletzt am Boden liegen. Der Rettungswagen wird alarmiert und der Auricher mit ausgekugelter rechter Schulter ins Krankenhaus gefahren. Es ist seine ohnehin schon lädierte Schulter, an der er im Dezember operiert worden ist.

Auricher geschockt 

Der Schock im Auricher Team zog sich bis auf die Tribüne, wo rund 40 mitgereiste Fans ihre Mannschaft anfeuerten. Alles, was OHV-Trainer Blacha im Vorfeld geplant hatte, war mit den Ausfällen von Schweigart und Wendlandt damit hinfällig: „Wir konnten nur noch improvisieren. Dass war ein Spiel, was keinen Spaß gemacht hat. Alles, was du trainiert hast, ist durch Härte zerstört worden.“ Die 24. Spielminute: nach einem Foul an OHV-Spieler Oliver Staszewski, der einen Gegenstoß lief, sah der Rotenburger Sascha Nijland die Rote Karte.

Ihren in der ersten Halbzeit immer knappen Vorsprung gaben die Auricher trotz allem nicht ab. Trotz allem – darunter fielen auch etliche gute, nicht genutzte Chancen, wie zwei Siebenmeter. Und immer, wenn es drauf ankam, war zudem Edgars Kuksa im OHV-Tor ein sicherer Rückhalt. Mit einem 9:7 gingen die Auricher nach einer mehr als 45 Minuten dauernden ersten Halbzeit, in der es nicht eine einzige Unterbrechung wegen Wischeinsätzen gegeben hatte, in die Pause.

Dünnes Tore-Polster für den OHV 

Mit einem verwandelten Siebenmeter zum 10:7 weckte Josip Crnic gleich nach Wiederbeginn die Hoffnung, dass sich die zweite Halbzeit doch noch so entwickeln könnte wie in den Spielen zuvor. Als die Auricher schnell alles klargemacht hatten. Es gelang ihnen zwar, sich zumindest ein dünnes Polster von bis zu vier Toren anzulegen. Doch das Spiel blieb eine kribbelige Geschichte. Zumal Abwehrspezialist Seidler Mitte der zweiten Halbzeit mit einer schmerzhaften Armverletzung auszufallen drohte. Aber das wollte er auf keinen Fall. Getapt und mit nur dem einsatzfähigen rechten Arm gab er weiter sein Bestes.

Weil die Auricher in der zweiten Halbzeit nach wie vor beste Chancen ausließen beziehungsweise der Rotenburger Torwart Yannick Kelm ihnen mit seinen Paraden mehr und mehr den Nerv zog, blieb es bis vier Minuten vor Schluss spannend. Erst als Crnic zum 18:13 traf, war den Aurichern der Sieg nicht mehr zu nehmen.

Verletzung überschattet Freude 

Die Freude darüber war zwar groß. Und die Spieler wurden von den Fans gefeiert. Alle waren am Ende aber einfach nur froh, das Spiel überstanden zu haben. „Das hatte mit Handball nichts zu tun“, sagte Blacha. Dabei hätte der Spieltag so schön für die Auricher enden können. Da der VfL Fredenbeck bei der HSG Delmenhorst verlor, sind sie jetzt als einzige Mannschaft ohne Verlustpunkte.

Wäre da nicht die Verletzung von Wendlandt, die den Erfolg überschattet. Unter Vollnarkose wurde seine Schulter wieder eingerenkt. Er konnte die Heimreise auch im Bus mit antreten. Aber erst eine MRT-Untersuchung am heutigen Montag wird nähere Aufschlüsse über die Schwere der Verletzung geben. Als glückliche Fügung sieht es Seidler da für alle, dass die Auricher nach dem körperintensiven Spiel in Rotenburg jetzt eine vierwöchige Punktspielpause haben.

Einiges einstecken mussten die Spieler des OHV Aurich (im Bild Christoph Groß) beim TuS Rotenburg. Foto: Wolfenberg
Am Ende war die Erleichterung bei den Aurichern groß.
Trotz allem, oder gerade deswegen, war der Jubel bei den Spielern des OHV über den Sieg groß.
Die mitgereisten Fans des OHV feuerten ihre Mannschaft vehement an.
Groß war der Schock bei den Aurichern, als Kevin Wendlandt schulterverletzt ausfiel.
 

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