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Zähe Geschichte nimmt gutes Ende

Erstellt von Silke Meyer, ON-Digital vom 03.12.2018 | |   1. Herren Spielberichte

OHV-Handballer tun sich gegen den Tabellenvorletzten TSV Bremervörde lange schwer und gewinnen schließlich doch deutlich

Aurich. Das war eine verdammt zähe Geschichte: Die Oberliga-Handballer des OHV Aurich haben zwar am Ende deutlich mit 33:26 Toren gegen den TSV Bremervörde gewonnen. Das Ergebnis spiegelt aber nicht wider, wie schwer sie sich lange Zeit gegen den Tabellenvorletzten getan hatten. Das Spiel passte zum Wetter am Sonntag: trüb. „Das war ein Arbeitssieg. Mehr nicht“, sagte Trainer Arek Blacha. Dabei schien am Anfang alles so einfach. 

Die Bremervörder waren lediglich mit einem Rumpfteam, mit einem Torwart und drei Auswechselspielern angetreten. Es war noch keine Minute gespielt, da traf Josip Crnic, ruckzuck, von der rechten Außenseite, zum 1:0. Dabei hatten die Bremervörder Anwurf gehabt. Crnic avancierte zum besten Auricher im Angriff. Dabei sollte er verletzungsbedingt eigentlich gar nicht spielen, wie Blacha im Nachhinein verriet. 

Die Auricher setzten den Gegner anfangs mächtig unter Druck. Der war in allen Belangen unterlegen. Allein im Zusammenspiel der Auricher im Angriff war mehr Tempo und Pfeffer als im versuchten Torwurf der Bremervörder. Einzig, was nicht zum überfallartigen Beginn der Auricher passte, war die Torausbeute. Nach zwölf Minuten führten sie lediglich mit drei Toren (6:3). Schuld daran war großes Pech im Abschluss. Erst traf Tim Stapenhorst den Pfosten, dann Oliver Stazsweski gleich zweimal, erst den rechten, dann den linken Pfosten, und Sven Seidler die Latte. Alles innerhalb von vier Minuten. 

Obwohl sich die Überlegenheit der Auricher nicht in Toren ausdrückte, kam bis zur Halbzeit nicht das Gefühl auf, als könnte in dem Spiel für sie etwas anbrennen. Es hatte eher etwas von Trainingscharakter. Nach einer Auszeit in der 23. Minute änderte Blacha seine Anfangsformation. Er brachte mit Christoph Groß, Wilke de Buhr und Jannik Dallügge nicht nur drei neue Spieler, sondern stellte die Abwehr auch offensiver ein. Es passte aber vorne und hinten nicht richtig. Zur Halbzeit war der Sieben-Tore-Vorsprung auf drei Treffer geschrumpft (15:12). 

Das Ergebnis schmeichelte den Bremervördern. Es machte ihnen aber Mut. Die Auricher hingegen kamen nicht richtig wieder auf Kurs, obwohl sie mit der gleichen Aufstellung in die zweite Halbzeit gestartet waren, die auch das Spiel begonnen hatte. Im Bremervörder Team drehte Karol Moscinski jetzt so richtig auf. Zwei Tore von ihm, da war es nur noch ein Treffer, den den OHV vorne lag (15:14). 

Zum vermurksten Einstieg in die zweite Halbzeit passte zum einen die Rote Karte, die sich Tim Stapenhorst für ein Revanchefoul an Joscha Janssen einhandelte. Zum anderen der Ausfall von Paul Jordan, der sich bei seinem Treffer zum 17:15 am Knie verletzte. Blacha verzichtete vorsichtshalber von da an auf Jordans Einsatz. 

Was bis zur 50. Minute folgte, war Kampf, Krampf und Gewurschtel, aus dem die Auricher aber wenigstens ein 24:20 machten. 

Die Schlussphase machte dann wieder mehr Spaß. Jetzt mit Frederik Möhlmann im Tor, der in der 48. Minute für den klasse aufgelegten Edgars Kuksa gekommen war. Pulverisierender hätte der Einstand von Möhlmann für das Team und die Fans auf der Tribüne nicht sein können. Mit drei Glanzparaden sorgte er mit dafür, dass der OHV auf 27:20 erhöhte und in den letzten Minuten auch wieder Spaß am Spiel hatte. Am Ende waren alle einfach nur erleichtert, das Spiel erfolgreich überstanden zu haben. 

Blacha hatte in der vergangenen Woche mit Blick auf die Endphase der Hinrunde das Training angezogen: „Es fehlte deshalb die Spritzigkeit.“ Es fehlte aber auch Jannes Hertlein. Vor allem in der Abwehr wurde der am Fuß operierte vermisst. „Dank unserer Torhüter haben wir das Ganze aber hinbekommen“, sagte Blacha. Wichtig für ihn war: „Wir haben zwei Punkte geholt.“ 

Auf Josip Crnic war im Angriff des OHV gegen den TSV Bremervörde Verlass.
OHV-Torwart Frederik Möhlmann brachte mit seinen Paraden Schwung in die Schlussphase. Fotos: Wolfenberg
In der Auszeit gab es für OHV-Trainer Arek Blacha einiges zu besprechen.
 

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So. 13.01.19 Ellernfeld

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