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In Rückrunde besser starten als in die Saison

Erstellt von Ostfriesische Nachrichten: Silke Meyer |

3. Liga: OHV heute im vorgezogenen Spiel beim Tabellennachbarn VfL Eintracht Hagen – Gegner hat arge personelle Probleme

sm Aurich. Eins haben sich die Spieler des OHV Aurich ganz fest vorgenommen: das Handballjahr 2012 soll nicht so enden wie die Saison begonnen hat. Der 2. September. Zum Auftakt der Punktspielserie müssen sich die Auricher mit einem 30:30 gegen den VfL Eintracht Hagen begnügen. Jene Mannschaft, die in der Saison 2011/12 erst in der Relegation den Ligaverbleib sicherte. Der 21. Dezember. Heute (20 Uhr) tritt der OHV zum Rückspiel an und leitet damit vorgezogen die Rückrunde ein.

„Wir hatten damals die Möglichkeit zu gewinnen“, blickt OHV-Trainer Dusko Bilanovic mit Wehmut auf das Hinspiel. Zu viele technische Fehler kosteten damals einen Punkt.

Während das Spiel für die Auricher der Anfang eines enttäuschenden Saisonauftakts war, lief es für die Hagener zunächst besser. Inzwischen sind die beiden Teams im dicht gedrängten Tabellenmittelfeld Nachbarn. Der OHV ist mit 13:17 Punkten Zehnter, der VfL mit 12:18 Elfter. Und für beide Teams gab es zuletzt mehr Negativerlebnisse als positive Punkte. Von den vergangenen sieben Spielen verloren beide Mannschaften jeweils fünf.

Mit dem Unterschied am vergangenen Wochenende, dass der VfL klar mit 23:31 Toren gegen die HSG Varel-Friesland unterlag und Trainer Khalid Khan anerkannte, dass der Gegner einfach besser war, der OHV sich hingegen nur knapp beim Titelanwärter Leichlinger TV geschlagen geben musste. Und für die gezeigte Leistung sogar Lob von gegnerischer Seite bekam. „So schmutzige Siege muss man auch mal einfahren“, sagte anschließend TV-Trainer Frank Lorenzet. In der „Rheinischen Post“ wurde das variable Angriffsspiel des OHV positiv hervorgehoben, der „Leverkusener Anzeiger“ schrieb von diszipliniert agierenden Gästen. „Mit dem Gefühl der guten Leistung aus dem Spiel beim Leichlinger TV starten wir jetzt in die Rückrunde“, ist Bilanovic daher für die nächste Aufgabe optimistisch gestimmt.

Personell muss er allerdings weiterhin eingeschränkt planen. Zwar steht definitiv nur fest, dass Christoph Oldewurtel mit gebrochenem Finger ausfällt. Er war im Hinspiel gegen den VfL mit sechs Treffern neben Leif Brandt Haupttorschütze im Team des OHV.

Fragezeichen stehen jedoch hinter den Einsätzen von Eduard Arndt und Florian Ladwig. Arndt ist nach seiner Zwangspause wegen eines Muskelfaserrisses zwar dosiert wieder ins Training eingestiegen. „Da muss man sehen“, sagt Bilanovic. Ladwig hat nach wie vor Probleme mit dem Rücken.

Auf das heutige Spiel folgen für die Auricher zwei trainingsfreie Wochen. Klar, dass sie die möglichst sportlich unbeschwert verbringen möchten. Klar ist aber auch, dass der VfL das gleiche Ziel verfolgt. Bereits seit Anfang der Woche macht der Verein auf seiner Internetseite seine Zuschauer mobil für die ganz wichtige Partie, die, so heißt es, eigentlich gewonnen werden muss, um nicht nach dem 16. Spieltag mitten im Abstiegskampf zu stecken.

Mit Blick auf die Personallage kommt die Entwicklung für Trainer Khan jedoch nicht von ungefähr: „Ich hatte schon vor Beginn der Punktspiele gesagt, dass wir vor einer extrem schweren Saison stehen. Und jetzt noch um so mehr.“ Mit einem ohnehin kleinen Kader gestartet hat sich der verletzungsbedingt weiter reduziert. „Ich habe aktuell noch fünf gesunde Feldspieler. Seit über einem Monat spielen wir ohne gelernten Kreisläufer“, macht Khan die prekäre Lage deutlich. Und sagt deshalb: „Eigentlich haben wir heute gegen den OHV keine Chance.“ Was nicht heißt, dass sich sein Team bereits aufgegeben hat: „Ich ziehe echt den Hut vor meinen Spielern, die nach wie vor mit unglaublichem Engagement im Training dabei sind.“

Während Khan daraus die Motivation für die nächsten Aufgaben zieht, wollen die Auricher an ihre gezeigte Leistung aus dem Spiel beim Leichlinger TV anknüpfen.

In der Abwehr gehört Jannes Hertlein bereits zu den Stammspielern im Team des OHV Aurich. Immer öfter kommt er aber auch im Angriff zum Zuge. Heute will er beim VfL Eintracht Hagen seine Chancen nutzen. Foto: Wolfenberg