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Ergebnis ist das einzig Ärgerliche

Erstellt von Ostfriesische Nachrichten: Silke Meyer | |   1. Herren Spielberichte

OHV trotz Niederlage mit starker Leistung im Testspiel – Neuzugang Haupttorschütze

 Aurich. Die Drittliga-Handballer des OHV Aurich haben in einem Testspiel ohne Zuschauer in der Sparkassen-Arena dem niederländischen Erstligisten JD Techniek Hurry-Up Zwartemeer Paroli geboten. „Wir haben richtig gut gespielt“, sagte Trainer Arek Blacha. Neuzugang Bruno Levak (siehe auch nebenstehenden Artikel) fügte sich mit sechs Treffern gleich als erfolgreichster Torschütze ein. Eins ärgerte Blacha dann aber doch: „Wir haben verloren.“ Am Ende hieß es 23:26 (Halbzeit 13:11). Und das hätte nicht sein müssen.

 

 Es war ein temporeiches, von beiden Teams engagiert fair geführtes, attraktives Spiel. Das verlief bis sechs Minuten vor Schluss ausgeglichen mit wechselnden Führungen. Der OHV hatte durch Jonas Schweigart zum 20:19 vorgelegt, fing sich dann jedoch drei Tore in Folge zum 20:22 ein. Erst zog dann Blacha die Auszeitkarte, kurz darauf auch sein niederländischer Trainerkollege. Dessen Team baute im Schlussspurt die Führung vorentscheidend aus

 

.„Wir sind in der Vorbereitung noch nicht so weit wie die Niederländer“, sagte Blacha. Die beginnen bereits in zwei Wochen mit den Punktspielen.

 Die Leistung der Auricher ist aber auch deswegen hoch zu bewerten, weil sie gegen eine Mannschaft, die in der Eredivisie in der vergangenen Saison Platz drei belegt hat, ohne drei Stammspieler auf Augenhöhe gewesen waren.

 

 Blacha verzichtete verletzungsbedingt vorsichtshalber auf den Einsatz der Routiniers Kevin Wendlandt (Knie) und Josip Crnic (Rücken) sowie auf Nikita Pliuto (Handgelenk). Der OHV-Trainer gewann den Ausfällen aber auch etwas Positives
ab: „So haben die anderen viele Spielanteile bekommen.“

 

 Was ihm besonders gefiel: Alle haben Verantwortung übernommen. Allen voran Levak. Die ersten drei Tore des OHV gingen auf sein Konto. Er hatte aber auch ein gutes Auge für seine Teamkollegen und überzeugte mit Anspielen, obwohl er erst seit Kurzem mit ihnen trainiert.

 

 Manko der Auricher aber war die Torausbeute über die Außenpositionen. Allein die Ausnutzung der Chancen von diesen Positionen hätte gereicht, um das Spiel zu gewinnen.

 Insgesamt fiel das Fazit von Blacha aber positiv aus: „Für den Stand der Vorbereitung, auf dem wir jetzt sind, war das absolut in Ordnung.“

 

OHV Aurich: Lüpke (erste Halbzeit), Kuksa (zweite Halbzeit), Jungvogel; Cuk (4 Tore), de Buhr (2), M. Pliuto (2), Schweigart (4), Wark (2), Levak (6), Hertlein (3), Günsel.

Mit seinen halbhohen Würfen überraschte OHV-Spieler Wilke de Buhr die Abwehr der Zwartemeerer. Foto: Wolfenberg